Unternehmenswerkstatt „Azubimarketing 4.0“

Das Ergebnis vorweg: Die Unternehmen müssen das Rad zum Azubimarketing nicht neu erfinden, aber sie müssen genau überlegen, wie und für wen sie es drehen.

Das erarbeiteten am 19. September die Teilnehmer der Unternehmenswerkstatt „Auzubimarketing 4.0“ gemeinsam mit Anja Borberg und Tilman Liebert, Projektreferenten „Fit in Ausbildung; Perspektive 4.0!“. Unternehmen verschiedener Branchen mit zwei oder 32 Auszubildenden nahmen teil, um sich über die neuesten Trends und Möglichkeiten der Azubiansprache zu informieren. Und das „4.0“ im Titel der Veranstaltung ist zentral. „Sie erreichen die Digital Natives fast nur noch digital. Dabei müssen Sie zwar nicht jede neue App-Entwicklung mitmachen, aber Sie müssen ein Angebot schaffen, mit dem sie sich digital über Ihr Unternehmen informieren und sich auch auf diesem Wege bewerben können“, so die Experten. Dass dem die Teilnahme an Ausbildungsmessen und Azubi-Speeddatings vorausgehen kann, bleibt dabei unbenommen. Denn die Personal- und Marketingverantwortlichen, die die Werkstatt besuchten, halten den persönlichen Kontakt immer noch für den besten Weg zum ersten Eindruck – für beide Seiten.

Wie das Wort schon sagt, Azubimarketing ist Marketing. Das heißt, es will gut geplant, strategisch angelegt und auch mit einem gewissen Budget und personellen Ressourcen ausgestattet sein. Kreativität ist natürlich erwünscht, denn das Unternehmen sollte sich von der Masse abheben. „Und seien Sie ehrlich, auch sich selbst gegenüber“, empfiehlt Bianca Degiorgio von der RBW, die zur Unternehmenswerkstatt eingeladen hatte. „Sie müssen wissen, welche Werte Sie im Unternehmen leben, um den passenden Azubi zu finden, der dann auch wirklich seine ganze Ausbildungszeit und sogar mehr bei Ihnen verbringt.“  

Für Unternehmen ist es daher sinnvoll, eine Arbeitgebermarke zu entwickeln. Wie das geht, erfahren Sie im Titelthema dieser Ausgabe und bei der RBW-Veranstaltung am 28. November zum Thema (s. S. 31). Um zu erfahren, welche jungen Menschen zu Ihnen passen, können Sie die von der SINUS Akademie entwickelten Lebenswelten der Jugendlichen zurate ziehen, die in der Ausgabe 1/2018 der punktRBW ausführlich vorgestellt wurden. 

Sie finden mehr dazu online unter www.punktrbw.de. Oder Sie fordern einfach die Unterstütztung der RBW an.