Die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach und die RBW sind sich einig: Die Qualifizierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist der Flaschenhals des unternehmerischen Erfolgs. Diesem Thema widmet sich dieser Beitrag. Eine konkrete Hilfe bietet zum Beispiel das Qualifizierungschancengesetz.

Weiterbildung, Qualifizierung – wie auch immer man das Kind nennen will: Nie war es so wichtig wie heute, sich den Veränderungen in der Arbeitswelt anzupassen. Verändert hat sich die Arbeitswelt schon immer – aber noch nie so schnell und umfassend wie dieses Mal. Bei früheren „industriellen Revolutionen“ war es immer noch möglich, sich durchzulavieren und Nischen zu finden, in denen man ohne das ganze neumodische Zeug auskommen konnte.  Der Druck hin zur Veränderung stieg langsam an – es reichte häufig, dass die neue Generation, die damit aufgewachsen ist, die Neuerungen umsetzte. 

Die Digitalisierung verändert alles – alle Lebensbereiche – und das rasend schnell! Steuererklärungen? Nur noch online … Bankgeschäfte? Online … Heizungswartung? Per Tablet-E-Services, wohin das Auge blickt – auch die Behörden können sich nicht verschließen und bieten online Anträge und Anfragemöglichkeiten an. Erste Online-Sprechstunden entstehen – Beratungs-Chats – die Kommunikationsmöglichkeiten sind schier endlos. 

Smartphones haben einen Boom erlebt, wie selten eine technische Neuerung – und auch hier gab und gibt es eine rasante Entwicklung der Technik: Alle halbe Jahre kommt spätestens ein neues Modell pro Marke auf den Markt und immer ist es – natürlich – das beste, das es je gab … 

Während die meisten Menschen gerne dazu bereit sind, sich hier weiterzubilden – denn jedes Lernen von Neuem ist letztendlich Weiterbildung –, ist die Bereitschaft, neue berufliche Fähigkeiten oder gar einen anderen Beruf zu erlernen, oft eher gering ausgeprägt. 

Es gibt viele Studien dazu, wie sich die Digitalisierung auf die Berufslandschaft auswirken wird. In der Quantität uneins, sind sich alle einig, dass es zwingend erforderlich sein wird, Neues zu lernen, um auch zukünftig eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Viele Tätigkeiten von Bankangestellten werden schon von Algorithmen erledigt. Schweißroboter machen Schweißer überflüssig, sind dazu noch genauer und arbeiten 24 Stunden, ohne zu klagen. Wenn Verbrennungsmotoren dem Elektroantrieb weichen, werden entsprechende Ingenieure benötigt – und andere werden arbeitslos, wenn sie nicht umlernen. Und: In anderen Ländern ist Einkaufen ohne Verkäufer und Kassenpersonal bereits gang und gäbe … 

Wegducken und einfach nicht mitmachen hält den Fortschritt nicht auf!
Hier sind gleichermaßen die Unternehmen und die Beschäftigten in der Pflicht – die Unternehmen müssen analysieren, welche Skills zukünftig gebraucht werden – und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend befähigen. Die Beschäftigten wiederum müssen sich darauf einlassen, die Angebote nutzen und sich auch mit den Neuerungen beschäftigen. Einige größere Unternehmen haben bereits begonnen, eigene Akademien für ihre Mitarbeiter zu gründen, in denen diese entsprechend den betrieblichen Anforderungen fortgebildet werden.

Den sich ankündigenden wirtschaftlichen Abschwung können und sollten die Unternehmen ebenfalls für Weiterbildung nutzen – Phasen der notwendigen Kurzarbeit mit Qualifizierungsmaßnahmen zu füllen, ist eine der Möglichkeiten. Das „Qualifizierungschancengesetz“ (QCG), das seit Anfang des Jahres in Kraft ist, bietet hier vielfältige Möglichkeiten und zielt – neben der bedarfsgerechten Qualifizierung von Arbeitslosen – vor allem und gerade auf Anpassungsfortbildungen von Beschäftigten ab. Dies soll und wird noch ausgeweitet werden, denn dieses Mal wird es nicht möglich sein, sich wegzuducken und das Ganze auszusitzen. Deshalb ist Weiterbildung so wichtig …

Regina Wallau


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Weiterbildungsinitiative

Konkret und regional setzen wir das Qualifizierungschancengesetz durch die „Weiterbildungsinitiative Bergisches Land“ um. Im Rahmen unserer Initiative fördern wir Qualifizierungen – je nach Umfang – mit bis zu 60.000 Euro!