„Die Bergische 100“ soll 1.500 Wanderer in den Kreis locken

1.500 Teilnehmer erwarten die Veranstalter des neuen Wanderevents „Bergische 100“, das am 22. und 23. August stattfindet. Die Zahl im Titel der Veranstaltung steht dabei für die Streckenlänge: 100 Kilometer. „Das ist kein Spaziergang, sondern eine sportliche Herausforderung“, betont Veranstalter Klaus Malorny, dessen in Bergisch Gladbach ansässiges Unternehmen MasterLogistics ansonsten unter anderem Marathon-Großveranstaltungen (Köln und Bonn) organisiert und durchführt. „100 Kilometer – das ist schon eine Hausnummer – vor allem, wenn man die Nacht durchwandert“, sagt auch Manuel Andrack, der als Redaktionsleiter der Harald-Schmidt-Show bekannt wurde und im Laufe der Jahre zahlreiche Wanderbücher geschrieben hat.

Andrack ist Markenbotschafter von „Bergische 100“, rührt im Vorfeld die Werbetrommel für die Veranstaltung – und wird selbst die 50-Kilometer-Distanz bestreiten. So wird Andrack um 8 Uhr morgens in Bergisch Gladbach starten und von dort aus via Bensberg, Dürscheid und Bechen, dann entlang der Großen Dhünntalsperre, weiter in Richtung Altenberger Dom und Odenthal laufen, bevor er nach spätestens zwölf Stunden wieder in der Kreisstadt ankommt. Die 100-Kilometer-Route, die um 21 Uhr freigegeben wird, führt zusätzlich um die Große Dhünntalsperre und durch Dabringhausen und macht noch einige weitere Schlenker – zum Beispiel durch Neschen und Klasmühle. Hierfür haben die Teilnehmer maximal 24 Stunden Zeit. „Zwei unserer Scouts haben etwa 4.000 Kilometer abgewandert, um die schönsten Wege zu finden“, sagt Malorny. Die Route sei mit der Unteren Landschaftsbehörde unter Berücksichtigung des Artenschutzes abgestimmt worden. Die Veranstaltung kommt zur richtigen Zeit – hat sich der Rheinisch-Bergische Kreis in den vergangenen Jahren mehr und mehr (unter anderem durch die Eröffnung des Bergischen Weges und des Bergischen Panoramasteigs sowie die Einrichtung verschiedener „Streifzüge“, siehe www.bergisches-wanderland.de) zur Wanderregion entwickelt. Und so sagt auch Andrack: „Wir haben tolle Naturerlebnisse vor der Haustür, man muss nicht im Himalaya trekken.“ Das ist eine Aussage, die BELKAW-Geschäftsführer Klaus Henninger unterschreibt: „Das Bergische Land ist wunderschön. Man muss es nur entdecken.“ Und darum ist es für den Energieversorger „selbstverständlich“, die „Bergische 100“ zu unterstützen und den Teilnehmern der 100-Kilometer-Distanz Stirnlampen für die Nacht zu sponsern. Auch andere regionale Unternehmen sind im Boot: Die Gebr. Gieraths GmbH stellt Fahrzeuge für die Vorbereitung der Strecke und den Transport von verletzten oder erschöpften Wanderern. Die Linzenich Fitnessgruppe bietet allen Interessierten eine 100-tägige Unterstützung bei der Vorbereitung für die sportliche Herausforderung. Im Odenthaler Klettergarten K1, der durchwandert wird, können die Teilnehmer zwei kleine Parcours absolvieren oder bei einer Pause dem Treiben in luftiger Höhe zuschauen.

Unternehmen können zudem an der „Bergische 100 Firmenstaffel“ teilnehmen. Vier Mitarbeiter eines Unternehmens teilen sich die Gesamtdistanz. „Das ist ein tolles Gemeinschaftserlebnis“, sagt Projektleiterin Anna Malorny-Hey. Die bisherigen Anmeldungen kommen vor allem aus der Region. „Unser Ziel ist es aber, Menschen aus ganz Deutschland in unsere wunderschöne Region zu locken und so den Tourismus zu fördern. Hotels und Gastronomie sollen von der Veranstaltung profitieren.“

www.bergische100.de