„Standort stärken und aktive Stadtentwicklung betreiben“

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach hat beschlossen, das Vorkaufsrecht für Immobilien der Zanders GmbH in der Stadtmitte aus­­­zuüben.

Am 28. Dezember 2016 hatten die Zanders GmbH und TRIWO einen Kaufvertrag mit zwei Kaufgegenständen abgeschlossen. Als Kaufgegenstand 1 wurde der sogenannte Office-Bereich bezeichnet. Dieser umfasst die Bürogebäude der Firma mit Sitz an der Gohrsmühle. Kaufgegenstand 2 bezieht sich auf den Bereich um den Mitarbeiterparkplatz im Osten des Industriegebiets sowie Flächen, die an die Untere Hauptstraße im Westen des Firmengeländes anschließen.

Für die Ausübung des Vorkaufsrechts, für das seit dem Jahr 2011 eine Satzung besteht, standen der Stadtverwaltung maximal zwei Monate zur Verfügung. Experten der Stadtverwaltung sowie externe Berater hatten seit Anfang Januar die Verträge geprüft und letztlich die Ausübung des Vorkaufsrechts empfohlen. In mehreren Informationsveranstaltungen wurden die Ratsmitglieder während der Prüfungsphase informiert.

In der Ratssitzung in Bensberg betonten die Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen, dass die anstehende Entscheidung vonseiten der Verwaltung fachlich gut und transparent vorbereitet worden sei. Vor allem die Standortsicherung der Papierfabrik sowie die unmittelbare städtische Verantwortung für die betroffenen Grundstücke und Immobilien würden die Möglichkeit eröffnen, im Herzen der Stadtmitte wichtige Entscheidungen für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung zu treffen.

Bürgermeister Lutz Urbach ist mit der geschlossen gefassten Entscheidung sehr zufrieden: „Die Stadt erhält die Möglichkeit, in naher Zukunft zugunsten der Bürgerinnen und Bürger den Standort der stadtprägenden Papierfabrik zu stärken und gleichzeitig aktive Stadtentwicklung zu betreiben. Dies ist eine anspruchsvolle und interessante Arbeit. Ich bin sicher, dass diese Aufgabe zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerschaft gut gemeistert wird.“