Drei Kochmützen für Catering und Schulverpflegung

Burscheid | „Wir geben in Deutschland mehr Geld für Tiernahrung und Autos aus als für gesundes Essen“, eröffnete Moderator und Journalist Timm Gatter („Kölner Stadt-Anzeiger“) am 31. Mai eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Schul-essen. Dazu hatte das Burscheider Unternehmen Catering & Schulverpflegung Uwe Nickut im Rahmen eines Tages der offenen Tür eingeladen. Wenige Wochen zuvor war -Nickut von der Hochschule Niederrhein/AG Schulverpflegung erstmals mit drei (von drei möglichen) Kochmützen ausgezeichnet worden. Dafür mussten Uwe -Nickut und sein Team 300 Fragen beantworten und eine gründliche Untersuchung der Speisen auf Qualität, Hygiene, Geschmack, Nährwert und Transportbedingungen bestehen.

Und natürlich durfte die Qualität der verschiedenen Produkte auch getestet werden. Foto: privat

Und natürlich durfte die Qualität der verschiedenen Produkte auch getestet werden. Foto: privat

Im Rahmen der Podiumsdiskussion ging der Unternehmer auch auf die Entwicklung der vergangenen Jahre ein: Waren es 2012 noch knapp 2.500 Essen, die an Schulen, Kindergärten und Kitas geliefert wurden, so sind es heute über 5.500, mit steigender Tendenz. Nickut hat mittlerweile 60 Mitarbeiter. Mit einem Neubau an der Industriestraße wurde der Betrieb von 400 auf 900 Quadratmeter vergrößert. Zwölf Lieferfahrzeuge sind mittlerweile täglich auf 18 verschiedenen Touren in Burscheid, Wermelskirchen, Leverkusen, Blecher, Solingen, Remscheid, Leichlingen, Hilden und Langenfeld im Einsatz.

„Häufig ist Schulessen zu fett, ungesund und geschmacklos.“

Fast alle Diskussionsteilnehmer waren sich über den Ist-Zustand der Schulspeisung einig: Neben einigen wenigen Positivbeispielen, zu denen auch Uwe Nickut gehöre, sei das Essen zu fett, zu ungesund, lauwarm, verkocht und wegen viel zu langen Warmhaltens geschmacklos. Nickut beschrieb offen die Klimmzüge, die angesichts schmaler öffentlicher Zuschüsse gemacht werden müssen, um Schülern ein gesundes und frisches Essen anbieten zu können. Davon, dass das funktionieren kann, konnten sich die Besucher im Anschluss bei „Betriebserkundungen“ ansehen. An verschiedenen Stationen konnte man sich über die Zubereitung informieren und auch probieren.

punkt_RBW_Icon_Webseitewww.uwe-nickut.de