Fotografische Perfektion aus der Luft HeySky überrascht mit neuen Perspektiven

Die perfekte Perspektive von oben ist die Leidenschaft von Julika Riedel und Jens Paritzsch. Die beiden haben im Sommer 2016 die Firma HeySky gegründet und bieten professionelle Foto- und Videoaufnahmen an – aus der Luft. Und ihr Anspruch ist hoch: „Das Bild darf nicht beliebig sein. Wenn man denkt: So habe ich den Altenberger Dom schon hundertmal gesehen, ist das Bild nicht interessant“, sagt Riedel. Neben der Liebe zur Fotografie gehören zum Rüstzeug von HeySky großes technisches Know-how, langjährige Erfahrung im Multimedia-­Bereich und drei Multikopter neuester Technologie. Seit Dezember hat das Unternehmen seinen Sitz im Rheinisch-Bergischen TechnologieZentrum.

Webdesign und Unternehmensfotografie sind schon länger das Geschäft von Julika Riedel und Jens Paritzsch. „Fotografie bedeutet, dass man Perspektiven erkennt, einstellen kann und Bildausschnitte sucht, die jetzt nicht 08/15 sind. Dadurch ist Julika auf die Idee gekommen, dass wir die Perspektive aus der Luft perfektionieren“, erklärt der Architektur- und Indus­triefotograf. „Außerdem bin ich absolut technikaffin und als die Drohnen neu aufkamen, habe ich direkt gedacht: So etwas musst du haben“, lacht Riedel.

 

„Einfach von oben fotografieren reicht eben nicht!“
Jens Paritzsch

Auch die Ansiedlung im RBTZ war für die Gründer ein logischer Schritt, denn Julika Riedel kennt das TechnologieZentrum schon lange: Vor 16 Jahren hat sie hier ihre Firma für Kunststoffverarbeitung gegründet, die sie inzwischen verkauft hat. „Deshalb war mir der Standort bekannt und ich wusste, wie verkehrsgünstig die Lage ist“, sagt Riedel. Jens Paritzsch ergänzt: „Eigentlich hat es mit der Ansiedlung hier im RBTZ dann auch einen professionellen Anlauf für unsere Firma genommen. Das TZ hat uns als Start-up sehr unterstützt und uns neue Kontakte geliefert. Wir können das Netzwerk nutzen und das Gelände mit seinen über 100 Firmen bietet viele potenzielle Kunden.“

Zurzeit punktet HeySky vor allem mit Videos aus der Luft und produziert Imagefilme für mittelständische Firmen, unter anderem zählen Ingenieurbüros und Architekten zu den Kunden. Mit dem Kurzfilm ‚Dating Ariadne‘, einem künstlerischen Drohnenflug durch ein altes, zerfallenes Industriegebäude mit mystischer Ästhetik, hat das Unternehmen auch bereits international für Aufsehen gesorgt und den ersten Preis der Jury beim European Drone Festival 2017 in Barcelona gewonnen.

Geliefert hat die Aufnahmen die Ma­trice 100, eine Drohne, die besonders für Indoorflüge geeignet ist, da sie über Ultraschallsensoren verfügt und dadurch Abstände messen und Kollisionen vorbeugen kann. Als Standard-Drohne für Außenaufnahmen nutzt HeySky die Inspire 1. Nicht umsonst auf der Homepage der Firma als Arbeits-Pony ausgewiesen, eignet sie sich für jede Art von Luftaufnahmen, da sie mit einer guten Kamera auszustatten und schnell einsetzbar ist. Die größte Drohne im HeySky-Angebot ist die Matrice 600, die sowohl für Landschafts- und Architekturaufnahmen in die Luft geht als auch für Industriebilder. Die Top-Frachtfliegerin verfügt über eine besondere Sicherheits­technik und kann eine deutlich schwerere Kamera bewegen: „Das sind 43 MegaPixel, die wir dann mit in die Luft nehmen, eine ganz andere, viel bessere Bildqualität“, erklärt Jens Paritzsch. Zusätzlich kann die Matrice 600 bis zu einer halben Stunde fliegen: „Gerade bei der Fotografie brauchen wir oft ganz schön lange, bis wir mal den Punkt gefunden haben, wo das Foto richtig gut aussieht. Die große Drohne ist deshalb oft angenehmer, weil man mehr Zeit zum Überlegen hat, wo der perfekte Bildausschnitt ist“, fügt Julika Riedel hinzu. Und mit weniger als ‚perfekt‘ geben sich die beiden HeySky-Geschäftsführer nicht zufrieden. „Einfach von oben fotografieren reicht eben nicht“, betont Riedel.

Den Umgang mit den Drohnen haben Julika Riedel und Jens Paritzsch von der Pike auf gelernt und sich einer professionellen Ausbildung unterzogen. Inzwischen ist Riedel bei den Einsätzen überwiegend die Drohnenpilotin, Paritzsch sucht die Perspektiven und macht die Fotos. Beide sind per Funk miteinander verbunden und stimmen sich ab. Es sei oft Millimeter­arbeit, sagt Paritzsch: „Julika konzentriert sich bei einem Flug auf die Drohne. Sie kann vom Boden aus entscheiden, wie die Drohne stehen muss, obwohl die Kamera eigentlich einen ganz anderen Blickwinkel hat. Ich muss mir merken, wie die Drohne jetzt zur Kamera steht und muss entsprechend dann aus der Perspektive der Drohne die Anweisungen geben.“ Gerade das Abschätzen von Entfernungen war zu Beginn nicht immer leicht: „Wir sind am Anfang schon auch in dem ein oder anderen Baum gelandet, weil wir dachten, da ist noch Platz“, sagt Riedel, „das mussten wir üben – das ist wie beim Autofahren.“ Und das alles, um die Perspektive so perfekt einzufangen wie möglich: „Luftbildaufnahmen haben oft etwas Abstraktes, weil die Dreidimensionalität verloren geht, aber man sieht aus der Luft plötzlich Linien, die man vom Boden gar nicht erfassen kann“, erklärt die Drohnenpilotin. Oft ist am Ende nur ein Bild dabei, das nach aufwendiger Nachbearbeitung dem Anspruch der beiden gerecht wird. „Dafür kann ich mich dann aber auch über ein tolles Foto den ganzen Tag freuen“, sagt Julika Riedel.

„Das TZ hat uns als Start-up sehr unterstützt.“
Julika Riedel

Aktuell entwickelt HeySky Ideen, wie die Luftaufnahmen besser vermarktet werden können. Auch ein Kalender ist in Planung. Zusätzlich sollen die Leistungen von HeySky der Industrie zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel für Vermessungen. In Zukunft sollen auch Wärmebildkameras bei Drohnenflügen zum Einsatz kommen. „Wir sind bereits in Kontakt mit einer Firma, die Inspektionen an Solaranlagen mit Thermografie macht“, sagt Riedel.

Kerngeschäft von HeySky bleibt aber das Filmen bzw. die Fotografie aus der Luft. Beide Geschäftsführer teilen weiterhin die Neugier und die Begeisterung für ihren Job. „Wir haben Spaß an dem, was wir tun“, bekräftigt Jens Paritzsch, „das hilft uns dabei, besondere Arbeiten zu gewährleisten.“ Und bei der leidenschaftlichen Perfektion, die die beiden jeden Tag leben, zeigt die Perspektive von HeySky nur in eine Richtung – steil nach oben.

Drohnenpilotin Julika Riedel und Fotograf Jens Paritzsch in Aktion

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