Großer Zuspruch der Immobilieneigentümer – Innenstadt soll aufgewertet werden

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach hat die Weichen für die zweite Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) in der Innenstadt gestellt. Auf der Tagesordnung standen zum einen der Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem ISG Hauptstraße e. V., zum anderen der Beschluss einer Satzung über die Festlegung des ISG-Gebietes und der Höhe der Abgabe, die von den Eigentümern der in diesem Bereich liegenden Immobilien zu erheben ist.

Aufwertung und nachhaltige Qualitätssicherung der Hauptgeschäftsstraße im Stadtzentrum sollen so gesichert werden. Vorangetrieben wird das Projekt von dem ISG Hauptstraße e. V., betreut durch die städtische Wirtschaftsförderung. Ziel ist es, private Initiativen für attraktivere und leistungsstärkere Innenstädte zu mobilisieren und gleichzeitig das Problem des „Trittbrettfahrens“ (passives Profitieren) zu lösen. 

Auf Basis einer Satzung kann die Stadt zur Finanzierung der Maßnahmen eine Abgabe erheben. Abgabepflichtig sind damit alle Grundeigentümer oder Erbbauberechtigten im definierten Satzungsgebiet. Für die Abgabe ist ein fester Verteilungsmaßstab, im Fall Stadtmitte 0,3 Prozent des Grundstücks-Einheitswertes pro Jahr, gewählt worden. Auf diese Weise sollen für die Umsetzung des Finanzierungs- und Maßnahmenplans, der ebenfalls Bestandteil der Satzung ist und auf fünf Jahre ausgerichtet wurde, insgesamt 545.000 Euro erhoben werden. Durch das ISG-Gesetz NRW ist sichergestellt, dass das ausgewiesene Budget die Maximalkosten darstellt. 

Die Grenzen der Immobilien- und Standortgemeinschaft Bergisch Gladbach sind in der Satzung festgeschrieben: Es handelt sich um sämtliche Anliegergrundstücke der Fußgängerzone, also auch von Poststraße, Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße (bis jenseits der Stationsstraße) und Trotzenburgweg. 

Vorgesehen ist hier zunächst die „Aufwertung der Fußgängerzone durch Licht-inszenierung“. Die während der Laufzeit der ersten ISG angeschaffte Weihnachtsbeleuchtung soll erweitert werden. Verdichtungen sind vor allem im Bereich „Grüne Ladenstraße“ und Laurentiusviertel vorgesehen. Diese Maßnahme ist bereits für 2018 geplant. Aber nicht nur zur Weihnachtszeit soll die Fußgängerzone künftig eine heimeligere Atmosphäre vermitteln. 

Auch die „Auftaktpunkte“, sprich Eingänge zur Fußgängerzone, sollen mit Licht-inszenierungen höhere Aufmerksamkeit erregen. Zusätzlich könnten Bäume illuminiert oder die Wegebeziehungen mit Licht verdeutlicht werden, so zum Beispiel die Verbindung der Hauptstraße über den Konrad-Adenauer-Platz.

Als weitere Maßnahme ist die Entwicklung eines „Claims“ vorgesehen, um die Wirkung von künftigen Werbekampagnen als gemeinsame Aktionen sichtbar zu machen. Junge Kunden sollen verstärkt angesprochen, die Fußgängerzone durch Aktionen belebt sowie die Präsenz in Onlinemedien und sozialen Netzwerken gestärkt werden.