Die Neugestaltung des Sülztalplatzes soll das Zentrum deutlich aufwerten

Mit seiner unmittelbaren Lage in der Nachbarschaft zur prosperierenden Rheinschiene weist Rösrath eine hohe Attraktivität für Gewerbe und Dienstleistungen auf. Zum einen ist die Infrastruktur der Stadt an der Sülz hervorragend, denn sie grenzt unmittelbar an Köln und den Flughafen und ist von zwei Autobahnen eingerahmt. Allerdings sind auch die besonderen Bedingungen mit mehreren Naturschutzgebieten, Wald, Auenlandschaften und topografischen Besonderheiten zu berücksichtigen. Diese machen Rösrath für seine Bewohner zu einer lebenswerten Stadt – für Planer und Wirtschaftsförderer sind sie hinsichtlich neuer Gewerbegebiete eine echte Herausforderung. 

„Der Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung liegt zwar aktuell in der Bestandspflege und in der Verbesserung der allgemeinen und sozialen Infrastruktur“, sagt Christoph Herrmann, zuständig für die Wirtschaftsförderung bei der Stadt -Rösrath. Parallel dazu laufen aber seit zwei Jahren intensive Gespräche über die Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes im Rösrather Süden, um Perspektiven für Rösrather Firmen, aber auch für Neu-ansiedlungen eröffnen zu können. 

Trotz des Flächenengpasses ist es in den letzten Jahren gelungen, bundesweit agierende Unternehmen in Rösrath anzusiedeln. Stellvertretend sind hier die -OSMAB- Holding AG aus der Immobilienbranche, die Netempire Software GmbH, beide mit Sitz in Hoffnungsthal, oder die Firma BEWOTEC als führender Anbieter für Softwarelösungen im Bereich Touristik am Standort in Scharrenbroich zu nennen.

Über das „Integrierte Handlungs-konzept Rösrath-Nord“ ist es gelungen, 21,5 Millionen Euro Fördergelder von Bund und Land zu akquirieren, die für ein ganzes Bündel von 20 Einzelmaßnahmen im Ortsteil Rösrath eingesetzt werden sollen. Ziel des Konzeptes ist die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt, die nachhaltige gestalterische und funktionale Aufwertung von Rösrath sowie die Aktivierung von möglichen Akteuren. 

Zwei Schwerpunkte sind dabei die Aufwertung des Ortskerns und die Entwicklung des Schulzentrums Freiherr-vom-Stein in einen Freizeit- und Bildungscampus mit einem breiten Angebot an stadtteilbezogenen, weit über die schulische Nutzung hi-nausgehenden Aktivitäten.

Im Juli dieses Jahres ist der Wettbewerb zur Neugestaltung des zentralen Sülztalplatzes in Rösrath angelaufen. Dieser Platz, der Anfang der 1990er-Jahre angelegt wurde, bedarf nun fast 30 Jahre später durch sich wandelnde Anforderungen und Bedürfnisse, aber auch durch die intensive Benutzung einer neuen Gestaltung. Vor allem ist die für Veranstaltungen zur Verfügung stehende Fläche durch eine Vielzahl an Einbauten so eingeengt, dass Vereine oder Gewerbetreibende eine Überplanung schon lange fordern. 

Im Oktober hat eine Jury die Beiträge von vier Landschaftsplanungsbüros begutachtet und der Stadt die Weiterbearbeitung des Entwurfs vom Büro „Greenbox“ aus Köln empfohlen. Der Vorschlag geht von einem großzügigen „Platz im Platz“ aus, der zu den angrenzenden Landstraßen durch Hochbeete und Bäume abgegrenzt wird. Er zeichnet sich durch eine zurückhaltende Eleganz aus und wird das eher heterogene Zentrum deutlich aufwerten.

„Die Stadt Rösrath verspricht sich auf jeden Fall von diesem Projekt – zusammen mit den anderen Bausteinen des Handlungskonzeptes – zum einen natürlich eine Aufwertung des Ortsteils“, sagt Christoph Herrmann. „Es geht dabei insbesondere auch um eine Stärkung der örtlichen Gewerbetreibenden, um ihnen in Zeiten des immer weiter wachsenden Onlinehandels und aufgrund der räumlichen Nähe zu Köln, Bergisch Gladbach und Siegburg bessere Rahmenbedingungen bieten zu können.“

Wirtschaftsförderung
in Rösrath
Christoph Herrmann
Telefon: +49 2205 802400
E-Mail: christoph.herrmann@roesrath.de