Ein Vorbild für Viele

ISOTEC-Geschäftsführer Horst Becker erhält den Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreis 2017 für sein herausragendes Engagement

Rheinisch-Bergischer Unternehmerpreis 2017 (Foto: Klaus Lawrenz | www.qualitaeter.de)

Er hat schon viele Preise gewonnen, aber die 170 geladenen Gäste, unter ihnen viele Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft aus der Region, sahen es Horst Becker an diesem Abend im festlichen barocken Ballsaal des Grandhotels Schloss Bensberg sofort an, dass ihm diese Auszeichnung sehr viel mehr bedeutet: „Dieser Preis ist für mich etwas ganz besonderes, denn er ist aus der Heimat und mit dieser Heimat bin ich mit ganzem Herzen verbunden“.

Zum zweiten Mal ist in den historischen Räumlichkeiten des Schlosshotels der Rheinisch-Bergische Unternehmerpreis verliehen worden. Der Rheinisch-Bergische Kreis, die RBW, die Kreissparkasse Köln – Direktion RheinBerg, die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land und die IHK Köln, Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg, ehren mit diesem Preis alle zwei Jahre einen besonderen Unternehmer aus der Region. „Wir wollen mit dem Preis die Bedeutung der Unternehmen für den Rheinisch-Bergischen Kreis herausstellen und eine Unternehmer-Persönlichkeit ehren, die nicht nur in besonderer Weise wirtschaftlich erfolgreich ist, sondern sich auch in vorbildlicher Weise gesellschaftlich und sozial engagiert“, sagte der Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises und Schirmherr des Preises Dr. Hermann-Josef Tebroke. Großer Applaus seitens des Publikums, als der Landrat verkündete, dass der Unternehmerpreis 2017 an Horst Becker geht, Geschäftsführer der ISOTEC GmbH in Kürten. Tebroke würdigte den Preisträger als „ein Vorbild für viele Andere. Sein Engagement verdient es, ausgezeichnet zu werden.“ Der Landrat zeigte sich außerdem beeindruckt von der Entwicklung des Unternehmens ISOTEC: „Es spricht für Horst Becker, dass er aus dem Nichts eine solche Erfolgsgeschichte geschrieben hat“, lobt Tebroke.

 

Die Preisverleihung in Bildern:

Und diese Erfolgsgeschichte beginnt in der Garage der Eltern: Als Sohn eines Polizisten zuerst ebenfalls als Polizist tätig, wird Horst Beckers Drang, seine kreativen Ideen umzusetzen und selber etwas aufzubauen, immer größer. Er macht sein Fachabitur und studiert Betriebswirtschaftslehre, und er beginnt, in der heimischen Garage zu tüfteln. Mit der Unterstützung seines Bruders und der Eltern legt Becker so den Grundstein für die Gebrüder Becker GmbH, die 1990 zur ISOTEC wird. Das Unternehmen entwickelt sich zum absoluten Spezialisten für die Sanierung von Feucht- und Schimmelpilzschäden an Gebäuden. Heute besteht die Unternehmensgruppe als Franchisesystem aus über 85 Betrieben in Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem spanischen Mallorca.

Wolfgang Bosbach, bester Freund des Preisträgers bereits aus Jugendtagen und Laudator, freute sich, lobende Worte über und für Horst Becker sprechen zu dürfen. Er erinnerte sich aber auch an die Anfänge – und an Beckers Schritt in die Selbstständigkeit: „Ich weiß, welchen Kummer, welche Sorgen Horst am Anfang hatte – welches Risiko er eingegangen ist, einen sicheren Job in einem großen Konzern aufzugeben, um sich selbstständig zu machen. Er hatte auch die ein oder andere schlaflose Nacht, ob sich das alles lohnt und rechnet.“ Es hat sich gerechnet: Inzwischen besteht die ISOTEC-Gruppe aus rund 800 Mitarbeitern. „Man braucht Mut für einen solchen Schritt und eine gute Geschäftsidee, mit der man sich vom Mitbewerber absetzt“, beschreibt Bosbach den Werdegang seines Freundes, „und das ist vielleicht das Geheimnis des Erfolges von ISOTEC: Es war nie Ziel, der Billigste zu sein, aber es war immer das Ziel, der Beste zu sein.“ Gleichzeitig würdigte Bosbach die gesellschaftliche und soziale Verantwortung, die Horst Becker tagtäglich übernimmt: „Ich bin stolz, der Schirmherr der ISOTEC Jugendhilfe zu sein.“

Mit der ISOTEC Jugendhilfe e.V. unterstützt Horst Becker vor allem junge Menschen auf ihrem Weg in die Berufswelt. Dabei liegen ihm gerade die Jugendlichen besonders am Herzen, die einen nicht so guten Start ins Leben hatten. Becker möchte mit seinem Verein seinen Beitrag für die Gesellschaft leisten: „Ich habe immer gesagt, wer etwas aus der Heimat bekommt, der muss auch etwas an die Heimat zurückgeben. Ich war immer der Auffassung, dass mit wachsendem Erfolg auch die gesellschaftliche Verantwortung und der Beitrag wächst.“ Und diese Verantwortung zeigt Becker nicht nur bei der Arbeit für seine Jugendhilfe und seinem ehrenamtlichen Einsatz für seinen Fußballverein Bergisch Gladbach 09, sondern auch bei seinem Mitarbeitern. „Mein Ansatz war immer, mit einem tollen Team gemeinsam etwas zu bewegen und gemeinsam erfolgreich zu sein“, bekräftigte Horst Becker in seiner Dankesrede, „meine Mitarbeiter sollen Spaß bei der Arbeit haben, nur so kann das Unternehmen erfolgreich sein.“ Dabei ist Becker die Förderung seiner Mitarbeiter sehr wichtig, nicht zuletzt deshalb gilt ISOTEC als TOP-Arbeitgeber in der Region: „Mir war wichtig, ein Team zu formen, in dem man sich gegenseitig mit Respekt und Wertschätzung begegnet, wo man sich gegenseitig unterstützt, sich gegenseitig coacht und auch Feedback gibt – unabhängig davon, ob man der Chef oder der Azubi ist.“ Deshalb galt Beckers Dank neben seiner Familie besonders seinen Mitarbeitern. Stolz richtete er das Wort an sein anwesendes Team: „Steht bitte mal auf! Ohne Euch wäre ich nichts!“
Eine speziell für Horst Becker angefertigte Lichtskulptur des Rösrather Künstlerduos molitor & kuzmin, die Becker im Rahmen der Preisverleihung erhielt, symbolisiert den Erfolg von ISOTEC und die Faktoren, auf denen er basiert. Das UND-Zeichen steht für Horst Becker als Familienmenschen, die Basis für alles – außerdem steht das UND-Symbol für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Franchise-Partnern und für Beckers Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass das Unternehmen weiterhin Erfolg hat.

Und was ist jetzt das Geheimnis von Horst Beckers Erfolg? Er selbst sieht seinen Erfolg der letzten Jahrzehnte vor allem in einem Satz seiner Mutter begründet: „Meine Mutter hat immer gesagt ‚Du schaffst das!‘ – das gibt einem ein Urvertrauen und deshalb habe ich im Hinterkopf nie die Gefahr des Scheiterns gehabt. Dafür bin ich meinen Eltern sehr dankbar.“ Und der Preisträger des Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreises 2017 hatte bei der feierlichen Preisverleihung natürlich auch das letzte Wort: „Diese Würdigung aus der Heimat tut so richtig gut – ich hoffe, wir werden jetzt noch schön zusammen feiern!“ Dieser Aufforderung kamen die 170 Gäste im Bensberger Schloss gerne nach.