Burscheider Unternehmen liefert Ventile für die Großen der Automobilbranche

Klaus Perthels Ventile sind gefragt in der Automobilbranche: Zahlreiche Hersteller namhafter Marken statten ihre Erdgasfahrzeuge mit Produkten aus Burscheid aus. Beliefert werden Kunden in Deutschland, Teilen von Europa, aber auch in den USA, in Korea, Indien und im Iran. Das Unternehmen ist direkter Vertragspartner der Automobilhersteller und liefert die Produkte für die Montage unmittelbar ans Band. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir als kleines Automobilzuliefer-Unternehmen aus dem Bergischen in den letzten drei, vier Jahren so gute internationale Kontakte aufbauen konnten“, betont der Inhaber und Geschäftsführer der PTEC Pressure Technology GmbH. 

ptec3_punktrbw-Ausgabe_67Die erfolgreiche Geschichte der PTEC GmbH begann im Jahr 2002 mit Klaus Perthels Teilnahme an einer Ausschreibung von General Motors (GM). Entwickelt werden sollte ein platzsparendes Ventil für eine Gasflasche, die GM in einem Erdgasauto verbaute. Da der Ingenieur nach dem Konstruktionstechnik-Studium bereits einige Jahre bei einem Ventile-Hersteller gearbeitet hatte, wusste er, was gefragt war. Seine Lösung: ein sogenanntes Intank Valve, ein innen liegendes Flaschenventil. Klaus Perthel gewann die Ausschreibung und gründete die PTEC GmbH. Das war 2003 im Keller seines Hauses in Burscheid. Damals tüftelte er noch alleine an seinen Entwicklungen.

Heute bietet er in der neu gebauten und im Januar 2016 bezogenen 400 Quadratmeter großen Halle im Gewerbegebiet Linde/Irlen zusammen mit seinem achtköpfigen Spezialisten-Team umfassende Projektbetreuung im Bereich der mobilen und stationären Erdgas- und Wasserstoffanwendungen an. Dazu gehören Beratung, Engineering, 3-D-Konstruktion, Prototyping, Produktion, Zulassung und Patentierung. „Unsere Kunden bekommen alles aus einer Hand, wenn gewünscht“, sagt der 50-Jährige. Auch auf individuelle Anforderungen zugeschnittene Produkte sind Teil des Spektrums. „Wir haben hier in unserer neuen Halle alle Möglichkeiten. Neben unserem Know-how gibt es ausreichend Platz für die Produktion sowie Lagermöglichkeiten.“ Dass sich Klaus Perthel in seinem neuen Domizil wohlfühlt, zeigt auch die kleine Obstplantage hinter der Halle. „Ich habe alte Apfelsorten, Beerensträucher, Kirschbäume, Pflaumen und Wein gepflanzt“, sagt er und ergänzt schmunzelnd: „Wir freuen uns schon alle auf die Ernte.“

ptec2_punktrbw-Ausgabe_67Rund 95 Prozent der Entwicklungs- und Produktionsarbeit steckt PTEC in Produkte für die Automobilindustrie. Das Unternehmen ist nach ISO/TS16949 zertifiziert und besitzt Zulassungen für unterschiedliche Bauteile beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg. In Erdgasfahrzeugen von Mercedes, BMW, VW, Ford, Opel, General Motors und Hyundai kommen die Rückschlag- und elektromagnetischen Ventile, Filter sowie Sicherheitseinrichtungen zum Einsatz. Ein ganz aktuelles Beispiel: „Wir dürfen den Opel Astra, der nächstes Jahr zuerst in Europa und dann in Südamerika auf den Markt kommt, ausstatten“, freut sich der Unternehmer.

Jährlich verlassen rund 60.000 Produkte die Produktionshalle in Burscheid. Jedes einzelne hat zuvor eine aufwendige Qualitätskontrolle durchlaufen. Auf dem firmen-eigenen Prüfstand, auf dem Prüfanalysen von 300 bis 1.050 Bar durchgeführt werden können, wird jedes Bauteil auf seine Funktion geprüft, danach staubfrei verpackt und zum Versand vorbereitet. Auch Prototypen können auf dem Prüfstand getestet werden. PTEC ist darüber hinaus mit internationalen Prüflaboren, unter anderem in Kanada/Vancouver, den Niederlanden und Süddeutschland, vernetzt. „Dort kann alles geprüft werden, was technisch machbar ist“, sagt der Ingenieur. Sowohl die Montage als auch die Prüfung und Verpackung sind reine Handarbeit.

ptec1_punktrbw-Ausgabe_67Während bei den Erdgasanwendungen hauptsächlich Produkte für die Serienproduktion entstehen, geht es bei den Wasserstoffanwendungen vor allem um Entwicklungsaufträge. Und auch branchenfremd war Klaus Perthel schon erfolgreich tätig. Für eine Modedesignerin beispielsweise hat er einen Schnellverschluss entwickelt, mit dem die Brautschleppe ganz einfach nach oben gebunden werden kann. „Dieser Verschluss ist in Serie gegangen, wir haben schon mehr als 3.000 Stück für die Designerin gefertigt“, freut er sich über den ungewöhnlichen Auftrag. Ein anderes Projekt sticht ebenfalls aus dem PTEC-Sortiment heraus: die Entwicklung eines Rückschlagventils für Lawinenairbags. „Dieses Ventil ermöglicht es, den Gasbehälter des Airbags nach Gebrauch wieder zu befüllen“, sagt der Ingenieur und erklärt: „Solche Projekte zeigen, wie riesig der Anwendungsbereich unserer Produkte sein kann.“

PTEC
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