Natur, eine hervorragende Gastronomie und der Altenberger Dom prägen das Bild von Odenthal deutlich über die rheinisch-bergischen Grenzen hinaus. Doch die Kommune ist in jüngerer Zeit auch Ort von Gründungen kleiner, aber feiner Unternehmen. Seit Ende 2018 gibt es die „Dorfschönheit“ – Gin aus Odenthal. Mit Botanicals wie Mönchspfeffer, Zitronenverbene, Holunder und natürlich Wacholder stellen vier Odenthaler (noch) nebenberuflich einen New Western Dry Gin her, den sie als „bodenständig, unkompliziert, natürlich und ehrlich wie das Bergische und die Menschen, die dort leben“ beschreiben. 

Ebenfalls 2018 eröffnete in der Ortsmitte die „Festtagswerkstatt“. Hier verkauft Gabriele Brisch nicht nur Deko- und Geschenkartikel – teilweise aus regionaler Herstellung –, sondern nimmt auch Auf-träge zur Dekoration bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen vor Ort an. „Die neuen Unternehmen passen zu Odenthal“, sagt Claudia Kruse, Ansprechpartnerin für Wirtschaftsförderung. „Klein, regional, schön und qualitativ hochwertig – einfach etwas Besonderes.“ Dass Odenthal nicht nur schön, sondern auch zukunftsgerichtet kann, zeigt eine weitere Gründung. Mit YooYuu haben Jens und Ulrike Dahmer -einen Messenger für Unternehmen als -sichere Alternative zu WhatsApp & Co. entwickelt.

Die Unterstützung solcher Unternehmensgründungen und Start-ups, auch in Zusammenarbeit mit den Fachberatern der RBW, ist der Gemeinde ein wichtiges Anliegen. „Wir sehen hier eine spannende Möglichkeit, Odenthal als Wirtschaftsstandort zu stärken“, sagt Claudia Kruse. Unterstützt werden sollen auch neue Formate der Zusammenarbeit und Kommunikation. In Planung sind beispielsweise die Einrichtung eines Coworking Space und ein Stammtisch, zum Beispiel zum Thema Digitalisierung im Handwerk. 

Diese Entwicklung passt auch in das aus der Gemeindeentwicklungsstrategie entstandene Leitbild „Bewahren der Qualitäten durch Veränderung & Innovation“. Konkrete Ziele sind dabei neben der Stärkung der Ortsmitte die Prüfung potenzieller Bauflächen und die Weiterentwicklung der bestehenden Wohngebiete und Flächen für Gewerbetreibende. In Planung ist aktuell die Ausweisung eines Sondergebietes für Handwerksbetriebe im Ortsteil Eikamp.

Einen Fokus setzt Odenthal auf die Entwicklung eines tragfähigen und umsetzbaren Mobilitätskonzepts. „Wir streben eine zukunftsorientierte Mobilität an, die multimodal – das heißt für eine Strecke werden verschiedene Verkehrsmittel genutzt –, -digital und entfernungsarm ist“, so Claudia Kruse. 

Zur Professionalisierung und weiteren Belebung des wichtigen Wirtschaftsfaktors Tourismus hat der Umbau von Haus Altenberg mit der Unterbringung des i-Punkts beigetragen. Aber auch neben Haus Altenberg gibt es mittlerweile zahlreiche touristisch relevante Betriebe. 

Die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt gelingt in Odenthal sehr gut. Der überwiegende Teil der Geflüchteten im erwerbsfähigen Alter befindet sich in Arbeit oder Ausbildung. Viele Gewerbetreibende sind dem Thema gegenüber aufgeschlossen und haben bereits Beschäftigte mit Fluchthintergrund eingestellt. Die aktive Vermittlung von Mitarbeitern an Odenthaler Unternehmen spielt dabei eine wichtige Rolle. 

Wirtschaftsförderung
in Odenthal
Claudia Kruse
Telefon: +49 2202 710104
E-Mail: kruse@odenthal.de

 


Breitbandausbau schreitet voran

Dem erklärten Ziel, den flächendeckenden und zukunftsfähigen Breitbandausbau zeitnah und effektiv voranzutreiben, ist die Gemeinde bereits ein gutes Stück nähergekommen. „Unser Ziel ist es, alle Odenthaler Ortsteile an das Glasfasernetz anzubinden“, sagt Christoph Hagen, Verantwortlicher für das Thema Breitbandausbau. „Eine bestmögliche Internetversorgung ist nach wie vor ein entscheidender Standortfaktor. Dafür setzen wir große Hoffnungen in die Aktivitäten der Deutschen Glasfaser, mit der wir einen Kooperationsvertrag geschlossen haben.“ Der Ausbau des ersten Bauabschnitts in den Ortsteilen Glöbusch, Erberich, Holz und Blecher hat gerade begonnen und wird bis Ende 2019 abgeschlossen sein. 2020 soll der Ausbau in weiteren Ortsteilen erfolgen. Alle Schulen und alle derzeit unterversorgten Bereiche mit weniger als 30 Mbit/s werden über das Bundesförderprogramm mit Glasfaser – „Glasfaser bis in die Häuser und nicht nur bis zu den Verteilerkästen“ – ausgebaut. Der voraussichtliche Baubeginn ist Frühjahr 2020.