Wie rheinisch-bergische Unternehmen erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit betreiben können

Wie kann ich bekannt werden und neue Kunden gewinnen? Wie wird das neue Produkt am besten vermarktet? Es wird immer schwieriger, gute Fachkräfte und Nachwuchs zu finden: Wie kann ich Mitarbeiter finden und langfristig an das Unternehmen binden? In der heutigen Zeit stehen zahlreiche Kommunikationswege zur Verfügung, um Kunden, Märkte und Mitarbeiter zu erreichen. Doch welcher ist sinnvoll und zielführend für mich und mein Anliegen? Patentlösungen gibt es nicht. Ob die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich ist, liegt an vielen Faktoren – und die meisten hat das Unternehmen selbst in der Hand. Das Titelthema der punkt.RBW greift praktische Beispiele aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis auf. Die gesamte Palette der PR kann nicht abgedeckt werden, aber vielleicht bekommen Sie einen Eindruck und Anregungen für sich und Ihr Unternehmen.

Egal ob Einzelhandel, Handwerker, Kleinbetrieb oder Global Player – wer an die Öffentlichkeit geht, muss sich zuerst Gedanken über sich selbst machen. Wer bin ich, wie will ich wahrgenommen werden, was ist mein Ziel und wie komme ich dahin? – Diese Überlegungen sollten immer am Anfang stehen. Viele Unternehmen holen sich für die Beantwortung dieser Fragen Hilfe von PR-Beratern ins Haus. Im Interview ab Seite 34 erklären zwei Vertreter dieser Branche im Interview, was eine PR-Beratung leisten kann. Doch auch das Unternehmen selbst kann viel tun. Schon eine Umfrage unter Kunden, Lieferanten und Freunden oder ein Brainstorming mit den Mitarbeitern kann sehr aufschlussreich sein.

Visitenkarte Website

„Die Internetseite ist unser Aushängeschild. Hier suchen die Kunden zuerst nach einer Lokalität für ihre Veranstaltungen“, sagt ­Lisa-Ann Borgmann, Schlossmanagerin des Schlosses Eulenbroich in Rösrath. „Also müssen wir im Internet zumindest so weit überzeugen, dass die Kunden einmal ­herkommen und sich das Schloss ansehen. Darum haben wir die Homepage mit professioneller Unterstützung neu gestaltet: viele Bilder, frische Farben, eine klare Struktur und die zielgruppenbezogene Darstellung der Inhalte“, so Borgmann. So sei zum Beispiel die Rubrik „Hochzeiten“ mit Text und Bild viel emotionaler gestaltet als die Rubrik „Seminare/Tagungen“, in der es mehr um Preise und Leistungen gehe.
Je nach Zielgruppe kann die Tonalität der Rubriken der Internet-Präsenz variieren, die Ansprache von Kunden sieht anders aus als die möglicher neuer Mitarbeiter. Für Journalisten hilfreich sind Rubriken wie „Presse“, „News“ oder „Aktuelles“, in denen das Unternehmen Kennzahlen, Nachrichten, wichtige Termine und Beschreibungen neuer Produkte oder Dienstleistungen platzieren kann. „Auch ich suche oft auf den Homepages nach diesen Rubriken, um mich über die rheinisch-bergischen Unternehmen zu informieren“, sagt Silke Ratte, Projektleiterin Standortmarketing und Öffentlichkeitsarbeit der RBW. „Leider fehlt das manchmal und wenn eine Pressemeldung herausgegeben wird, ist diese oft nicht dort eingestellt oder die eigentlichen Neuigkeiten sind veraltet.“ Pflege und stetige Aktualisierung der Website sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Die Optimierung für Suchmaschinen gehört genauso dazu wie die richtige Darstellung auf verschiedenen Geräten wie PC, Tablet und Smartphone.
Viele verschiedene mediale Angebote sind auf der Website des Familienunternehmens Hiltscher GmbH aus Bergisch Gladbach zu sehen. Die Kunden der Firma für Karosserie, Lack und Mechanik können auf der Internetseite eine App herunterladen, die alle Notrufnummern sowie den Kontakt zur Firma mit ihrer 24-Stunden-Hotline bietet. Zusätzlich finden sich hier die acht Schritte der wichtigsten Maßnahmen bei Unfällen – von der Warnweste über die Sicherung der Unfallstelle bis zur Unfalldatenerfassung. Ein gutes Angebot, denn im Schadensfall ist vor lauter Aufregung schnell vergessen, was zu tun ist. Marc Hiltscher, der das Unternehmen in vierter Generation leitet, bezeichnet sich selbst als sehr medienaffin. „Erfolgreichstes Beispiel ist die Mitarbeitersuche über eine Facebook-Anzeige. Zwei neue Mitarbeiter konnten wir damit gewinnen“, sagt Hiltscher. Dafür arbeitet er auch abends manchmal zu Hause weiter an der digitalen Präsenz des Unternehmens. Aber auch wenn er vieles selber macht, empfiehlt er die professionelle Unterstützung: „In der Region gibt es viele gute Agenturen, die sich auf die Präsentation von KMUs spezialisiert haben. Ich halte eine gute Mischung aus Online- und Offline-Darstellung des Unternehmens für wichtig“, so Hiltscher. Die Entwicklung im Internet werde immer schneller, in regelmäßigen Abständen sollte geprüft werden, ob noch alles dem neuesten Stand entspricht. „Auch unsere Website wird demnächst erneuert, weniger Text, mehr Fotos und im responsive Design. So passt sich die Seitendarstellung der Größe des Endgeräts automatisch an.“

„Unser Nachname macht das Wortspiel ‚Den lob ich mir!‘ perfekt und
ermöglicht uns bei nicht wechselndem Logo einen großen Spielraum.“ Peter Lob, Bäckerei Lob


Definition

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leitet sich von dem amerikanischen Begriff „Public Relations (PR)“ ab. In der allgemeinen Wahrnehmung wird PR meist auf die Pressearbeit reduziert, doch PR umfasst nicht nur alle Bereiche der Außenkommunikation eines Unternehmens, sondern beschäftigt sich mit der Beziehungsbildung ganz allgemein. PR kann dazu genutzt werden, neue Zielgruppen zu erreichen, die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema zu lenken oder die Beziehung zwischen Geschäftspartnern oder Mitarbeitern zu verbessern.


Trend zum Bewegtbild

In der PR gehört die digitale Darstellung von Inhalten längst zum Standard. Insbesondere bei der Suche nach neuen Mitarbeitern spielen Homepage, Bewegtbild und die Präsenz in den sozialen Netzwerken eine zunehmend größere Rolle. „Das digitale Zeitalter bietet mittelständischen und kleinen Unternehmen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation“, berichtet Thomas Bahne, Pressesprecher der ISOTEC-Gruppe in Kürten. Vor gut zehn Jahren hat der gelernte Journalist zunächst die Unternehmens-Pressestelle aufgebaut. Heute liegt sein Schwerpunkt zudem bei Storytelling und PR-Filmen. „Kleine Filme, von den Fachleuten meist Bewegtbilder genannt, können in Newslettern versendet, auf die Homepage gestellt oder direkt im Kundengespräch genutzt werden“, zählt Bahne auf. „Gut gemachte Bewegtbilder informieren, erzeugen Sympathie und geben den auftretenden Mitarbeitern das Gefühl, wichtig und bedeutend für das Unternehmen zu sein. Eine so starke Bindungswirkung erzeugt auch der beste Pressetext nicht.“ Auch die Firma Hiltscher zeigt in verschiedenen Filmen – denn das ist mit dem Begriff Bewegtbild gemeint – ihre Räumlichkeiten und gibt Einblick in den Service. Die beste Breitenwirkung hatte sicherlich der WDR-Wetterbericht, der auf der Internetseite zu sehen ist. Typische Szenen mit Blechschäden zur Winterzeit wurden mit dem Reparatur-Angebot der Firma Hiltscher verknüpft. „Der WDR hat bei uns angefragt, da wir schon vor vielen Jahren über die Sendung ,Der 7. Sinn‘ Kontakt miteinander hatten“, erinnert sich Marc Hiltscher. Auf diesem Weg ins Fernsehen zu kommen, lässt sich nicht planen, doch eine gute und breit gefächerte Öffentlichkeitsarbeit hilft.

Auch Roman Konrads, Mitglied der Geschäftsleitung im Porsche Zentrum Bensberg, setzt in der Kommunikation auf bewegte Bilder. Er hat sogenannte Podcasts, eine Serie von Videos, die abonniert werden können, erstellen lassen. „Der direkte Wettbewerb ist auch bei Porsche angekommen, deshalb wollen wir immer ein bisschen mehr geben, ein bisschen innovativer sein als die anderen“, erklärt Konrads. „Wir hatten als erstes Autohaus mit Videos über unser Porsche Zentrum angefangen und nun haben wir die ersten Podcasts erstellt.“ Das habe zum einen allen Mitarbeitern sehr viel Spaß gemacht, zum anderen sei die Resonanz sehr gut gewesen. „Innovation ist für uns ganz wichtig. Wir überlegen jetzt schon, was als Nächstes kommt“, so Konrads.

„Das Feedback unserer Gäste ist uns sehr wichtig! ­ Das Feedback unserer Mitarbeiter ist noch wichtiger, denn wir sind eine große Familie, was sich durch eine hohe Identifikation mit dem Haus bemerkbar macht.“ Karin Tornatzky, Marketingleiterin Mediterana, Bensberg

Für die Mitarbeiter war es ein unvergessliches Erlebnis, das das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt hat. Für die Soennecken eG war es zudem eine gute Möglichkeit, mit einer ungewöhnlichen Maßnahme auf sich aufmerksam zu machen und ins Guinessbuch der Rekorde zu kommen: In Teamarbeit gelang es im Jahr 2013 Mitarbeitern, Mitgliedern und Lieferanten, ein 495 Quadratmeter großes Floß zu bauen, das mit 405 Menschen auf dem Templiner See in Potsdam zu Wasser gelassen wurde.

 

 

 

 


Crossmediale Kommunikation

Als Full-Service-Anbieter im Bereich der Veranstaltungstechnik und Eventdienstleistungen entwickelt GAHRENS + BATTERMANN neue Lösungen für die Eventbranche. Die neueste Werbekampagne für das modulare Setbausystem ATOMIC Rental Solutions beinhaltet das Bespielen auf möglichst unterschiedlichen Kanälen: Printanzeigen und redaktionelle Inhalte werden punktuell durch Onlinebanner-Werbung unterstützt. Angeführt wird die Kampagne von einer Produktvorstellung online in Form von Text, Bild und Video, die weiterführend in den sozialen Medien gestreut werden. Die gesamte Kampagne wird unterstützt durch eine eigene Kampagnen-Website und einer begleitenden Google-AdWords-Kampagne.


Pressekontakte aufbauen und pflegen

Bewegtbilder sind gut, doch gutes Bildmaterial bleibt weiterhin unverzichtbar, vor allem für die klassische Pressearbeit. Medien leben von Nachrichten und Neuigkeiten. Und wenn es weder einen Unfall gegeben hat noch Entlassungen anstehen, woher sollen die Medien wissen, was es über ein Unternehmen zu berichten gibt? Selbst wenn Sie zweifeln, ob Ihre Nachricht für die Presse interessant ist: Rufen Sie an und fragen Sie nach. Medien haben immer ein großes Interesse an lokaler Bericht­erstattung über ansässige Unternehmen. Firmenjubiläen, Produktionswechsel oder eine Führung durch die Werkhallen – alles potenzielle Themen, die zu einem Bericht oder einer Reportage führen können. Es muss nicht gleich das „Storytelling“ sein, bei dem PR-Experten nach interessanten Geschichten im Unternehmen suchen, um sie den Medien anzubieten. Aber wenn es „menschelt“ im Betrieb und engagierte Mitarbeiter auch schon mal die benachbarte Schule streichen, dann könnte das für Zeitungen, Radio oder Onlineplattformen interessant sein. Radio Berg verfolgt seit einiger Zeit den Slogan „Wir lieben das Bergische“ und diese Worte sollen nach der Überzeugung von Radio-Chefredakteurin Wiebke Breuckmann keine leere Hülle bleiben, sondern müssen mit Leben gefüllt werden. „Wie geht das besser als mit und über die Menschen, die unsere Region ebenso lieben wie wir?“, so Breuckmann. Daher sei das Team von Radio Berg neben den offiziellen Meldungen der Städte und Gemeinden auch auf die Geschichten und Erlebnisse der Menschen, die im Bergischen ihre Heimat haben, angewiesen. „Menschen, die man liebt, um die kümmert man sich“, erklärt die Radio-Berg-­Chefin das Motto, das der Sender täglich im Programm transportieren möchte.

„Für die Pressearbeit von Unternehmen selbst sind die Authentizität und die lokale Relevanz die entscheidenden Faktoren.“ Tobias Müller, Marketing Manager Zanders GmbH, Bergisch Gladbach

Nicht jede Kontaktaufnahme mit den Medien führt zur Veröffentlichung in Zeitung oder Radio. Aber der Weg dorthin ist nicht so schwer, wie allgemein angenommen. „Eine ausformulierte Pressemitteilung, die uns in der Redaktion per E-Mail, Post oder Fax erreicht, ist natürlich sehr praktisch, aber nicht Voraussetzung, um mit der Zeitungsredaktion in Kontakt zu kommen“, erklärt Guido Wagner, Redaktionsleiter der Lokalredaktion des „Kölner Stadt-Anzeigers“ und der „Bergischen Landeszeitung“. „Gerne können uns Unternehmensvertreter auch anrufen, um uns Veränderungen, Entwicklungen oder andere Nachrichten aus ihrem Unternehmen mitzuteilen. Dann können wir gemeinsam überlegen, ob wir gegebenenfalls einen Termin im Unternehmen ausmachen, um beispielsweise auch mit Mitarbeitern zu sprechen oder Fotos aufzunehmen.“ Die Kontaktaufnahme ist einfach, die Telefonnummern der Redaktion sind täglich im lokalen Impressum der Zeitungen zu finden.

Richtig viel Erfahrung mit den Medien hat Oliver Fink. „Medienpräsenz bedeutet werbewirksame Präsenz in der Region“, so die Meinung des Inhabers der Baumschule Becker in Bergisch Gladbach. Seit Jahren ist er in verschiedenen regionalen Medien präsent, ob als Experte in Telefonaktionen des „Kölner Stadt-Anzeigers“ oder als Fachmann in der Servicezeit bei WDR 5. Ein Einsatz, der sich lohnt. „Enorme Außenwirkung bei recht überschaubarem Zeiteinsatz“, fasst er zusammen.
Tobias Müller, Marketing Manager der Zanders GmbH in Bergisch Gladbach, lässt sich bei der Pressearbeit von einer Agentur unterstützen, die über eine Expertise im Papierbereich verfügt. „Ohne eine Expertise für den betreffenden Bereich, inklusive guter bestehender Kontakte zu den Medien, erreicht man heute in der nationalen oder internationalen Pressearbeit kaum mehr etwas“, so seine Einschätzung. Man sollte in jedem Fall mit dem Partner zusammenarbeiten, der zur Aufgabe und zum Budget passt. „So erreicht man über die Medienpräsenz auch konkrete Rückmeldungen von interessierten Unternehmen.“ Auf lokaler Ebene empfiehlt er allerdings die unternehmensinterne Pressearbeit durch eine interne Fachkraft.

Diese lokale Strategie setzt die Soennecken eG aus Overath um, die mit ihren Presseinformationen den Bekanntheitsgrad des Unternehmens steigern und ein positives Image vermitteln will, auch um die Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen. Die Genossenschaft berichtete über die Eröffnung ihrer eigenen Kindertagesstätte, ihr Engagement in Sachen Umwelt und Soziales und informierte über die Anschaffung des ersten Elektroautos im eigenen Fuhrpark und unterstreicht so die Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie. Gute Fotos sind immer Bestandteil der Pressemitteilungen. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – ein gutes Pressebild kann darüber entscheiden, ob ein Beitrag veröffentlicht wird oder nicht“, weiß Pressesprecherin Stefanie Willutzki aus Erfahrung.


Corporate Design

Das Logo eines Unternehmens ist seine visuelle Visitenkarte. Es sollte ausdrucksstark und wiedererkennbar sein. Das Logo gehört zum Corporate Design, das die Vorlage für Visitenkarten, Briefpapier, Internetauftritt, E-Mail-Signatur usw. bietet. Die Bäckerei Lob setzt ihr Logo vielfältig ein: auf dem Auto, auf Kaffeetassen, in den Filialen, auf den Brötchentüten, auf T-Shirts ….


Industrie stärken

Gemeinsam zum Ziel – Lobbyarbeit für die Industrie
„In|du|strie – Gemeinsam. Zukunft. Leben.“ – So der Name einer Initiative der Industrie in der Wirtschaftsregion Köln. Ziel ist es, die Industrie wieder stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen, Transparenz über industrielle Produktion zu schaffen und um Verständnis zu werben. Mehr als 200 Industrieunternehmen und industrienahe Dienstleister beteiligen sich an der Initiative, auch zahlreiche Unternehmen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis.

www.industrie-koeln.de


Großer Aufwand, große Wirkung:
das (Kunden-)Event

Events sind ideal, um mit seinen Kunden und Partnern in direkten Kontakt zu treten und öffentlich wahrgenommen zu werden. Man muss jedoch den finanziellen und personellen Aufwand kalkulieren. Fachtagungen sind ebenfalls eine gute Plattform für Kommunikation und Informationsaustausch, wie zum Beispiel die Engelskirchener Kunststoff-Technologie-Tage. Organisiert werden sie von der Overather BARLOG Gruppe, geworben wurde unter anderem auch auf der Onlineplattform XING über YouTube und eine eigene Homepage. Eine Veranstaltung, die nicht nur den Austausch innerhalb der Branche fördert, sondern auch das Miteinander im Unternehmen. „Wir haben viel positives Feedback bekommen dafür, dass wir die Möglichkeit zu Kommunikation und Netzwerk geschaffen haben. Darum haben wir die Veranstaltung auf zwei Tage ausgeweitet“, berichtet Peter Barlog, Geschäftsführer des Unternehmens. In etwas kleinerem Rahmen bietet die Baumschule Becker Aktionen für die Kunden an. Mehrmals im Jahr werden Seminare zu verschiedenen Themen wie Gehölzschnitt, Kräuter, Boden und Dünger, Rosen oder Sommerschnitt angeboten. Fachlichen Input gibt es über den eigenen Baumschulflyer. „Für Fachleute nichts Neues, aber für Kunden in so kompakter Form einfach toll“, so Oliver Fink. Für die Seminare wirbt er unter anderem über das Internet, über Flyer und Zeitungsgutscheine, die rund 75 Prozent der Teilnehmer bringen und auch neue Einzugsgebiete erschließen. In der Regel hält der Chef die Seminare selbst. Die Teilnehmerzahl ist mit durchschnittlich 40 sehr hoch. Die Teilnehmer bekommen am Ende des Seminars einen Flyer mit der Aufforderung, bei Gartenproblemen und Fragen einfach zu mailen – und werden regelmäßig mit dem eigenen Newsletter versorgt. Über 2.200 Adressen erreicht Fink so regelmäßig – Kundenbindung par excellence.
Ein besonderes Event ist der Tag der offenen Tür für die Nachbarschaft. In dicht besiedelten Gebieten oder Mischgebieten kann das Miteinander von Gewerbe und Wohnen die Nachbarschaft belasten. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit kann das Mitei­nander fördern. Wer weiß, was in seiner Nachbarschaft produziert wird, und einordnen kann, wodurch es zu Geräusch- oder Geruchsbelästigungen kommt, geht viel verständnisvoller damit um. Ein Tag der offenen Tür, zu dem die Anwohner mit einem Infoflyer eingeladen werden, fördert eine gute Nachbarschaft. Dabei muss es ja gar nicht um eine Belästigung durch den Betrieb gehen. Manchmal sind die Nachbarn, und übrigens auch die Familien der Mitarbeiter, einfach nur neugierig auf die Firma.


Bergische Kaffeetafel bei Höffner

Mit insgesamt 1.000 Gästen an einer über 30 Meter langen Bergischen Kaffeetafel landete Möbel Höffner einen Marketing-Coup

Weltrekord mit traditionellen Wurzeln

Quer durch das Möbelhaus zog sich der Tisch mit der rotweißen Tischdecke. Insgesamt 31,2 Meter lang war die Bergische Kaffeetafel, zu der Möbel Höffner im November 2016 nach Rösrath eingeladen hatte. Das war Weltrekord. Die Idee zur „Längsten Bergischen Kaffeetafel“ entstand bei den Planungen zur Neu­eröffnung nach dem Umbau. Möbel Höffner wollte einen besonderen Akzent zur Verbundenheit mit der Region setzen und über einen traditionsreichen Anlass alle Sinne der Besucher ansprechen. Insgesamt 1.000 Gäste hatten Platz an dem langen Tisch. Serviert wurden Kaffee, Waffeln und Rosinenstuten. Neben der Kaffeetafel gab es ein buntes Begleitprogramm. Karten konnten über Gewinnspiele in der ­regionalen Presse oder über Facebook gewonnen werden. Direkt eingeladen wurden Mitglieder der örtlichen Vereine, Vertreter der Stadt und des Sponsorpartners Kölner Haie. Eine nachhaltige Aktion zu diesem einmaligen Event ist der Flyer „Bergische Kaffeetafel“, den die Tourismusorganisation „Das Bergische“ zur Höffner Kaffeetafel aufgelegt hatte. Hier sind viele Restaurants im Bergischen Land verzeichnet, die ihren Gästen eine Bergische Kaffeetafel anbieten. Mit Unterstützung von Höffner konnte bereits eine neue Druckauflage realisiert werden.


Mitarbeiter sind Multiplikatoren

Wer weiß am besten Bescheid über Ihr Unternehmen? Die Mitarbeiter! Und die Mitarbeiter tragen wesentlich zum Image der Firma bei, wenn sie über ihren Arbeitgeber erzählen. Im Guten wie im Schlechten. Außerdem suchen sich die Menschen ihren Arbeitgeber nicht mehr nur nach Gehalt, Dienstwagen und Aufstiegsmöglichkeiten aus. Da wundert es nicht, dass Unternehmen gerade in Zeiten des demografischen Wandels die Möglichkeiten nutzen, für sich als Arbeitgeber zu werben.
Viele Unternehmen suchen händeringend nach Nachwuchs. Die Bornemann GmbH aus Wermelskirchen hatte noch nie Probleme damit, Azubis zu finden. Vielleicht trägt auch gute Aufklärung dazu bei: Auf der Karriereseite im Internet beschreibt das Unternehmen nicht nur die Anforderungen und Infos zur Ausbildung, sondern zeigt auch anschauliche Videos. Außerdem werden die Leistungen, die das Unternehmen neuen Mitarbeitern bietet, aufgelistet, darunter die Weiterbildung und die Gesundheitsförderung.

„SelectLine ist eine kaufmännische Software. Doch die beste Software nutzt nichts, wenn es nicht jemanden gibt, der sie an die geforderten Bedürfnisse anpasst. Wie zufrieden die Firma Georg Mus­culus GmbH & Co. KG mit der Zusammenarbeit des Systemhauses Kolb aus Kürten war, ist in einem Blog­beitrag nachzulesen. Ich dachte mir, wenn es schon so gut lief, dann muss ich auch darüber berichten.“ Roland Kolb, Systemhaus Kolb GmbH

Auch die Büscher Brenn- und Baustoffe GmbH setzt die Beziehungspflege mittels PR ganz gezielt ein, um neue Mitarbeiter zu finden und die vorhandenen langfristig zu binden. Im vergangenen Jahr stellte das Unternehmen seinen Mitarbeitern kostenlos Obst von einem regionalen Biohof zur Verfügung. In diesem Jahr wurde eine Personaltrainerin engagiert, die in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern das Thema Ernährung und Bewegung am Arbeitsplatz erarbeitet und umsetzt. „Wir als Geschäftsleitung stellen die finanziellen Mittel zur Verfügung und nehmen natürlich auch aktiv teil“, erklärt Stefan Büscher, geschäftsführender Gesellschafter. „Die gesamte Orga dessen, was angeboten werden soll, übernehmen die Mitarbeiter vollkommen eigenständig.“ Für das nächste Jahr sind Veranstaltungen für die Familien der Mitarbeiter und Kunden geplant. „Wir sind zwar in den Anfängen, aber es macht allen viel Spaß und sorgt sicherlich dafür, dass wir gesunde Mitarbeiter haben und auch behalten werden, es stärkt den Zusammenhalt und idealerweise auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter im Unternehmen“, so Büscher.

Mit Seminaren positioniert sich die Baumschule Becker als Experte – ­beworben werden die Veranstaltungen über das Internet, über Flyer oder ­Zeitungsgutscheine

Im Mediterana in Bergisch Gladbach sind die Mitarbeiter naturgemäß der erste Kontakt zum Kunden. 180 Mitarbeiter aus über 25 Nationen arbeiten hier miteinander. Das Mediterana tut einiges, damit das Miteinander klappt. Wöchentlich wird eine interne Mitarbeiterzeitung herausgegeben. Ein wöchentlich wechselndes Arbeits-Motto soll dazu beitragen, den Arbeitsalltag aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Zudem erhalten die Mitarbeiter auch die Möglichkeit, über ein Cross­training einen Tag in die Arbeitsabläufe der Kollegen aus den anderen Abteilungen zu schauen. Im internen Schulungssystem werden regelmäßig Mitarbeiter-Feedbackgespräche durchgeführt. „Ganz aktuell installieren wir ein anonymes Feedbacksystem, das online oder schriftlich über eine unabhängige Partnerfirma in der Schweiz verwaltet wird“, sagt Marketingleiterin Karin Tornatzky. „Bei dieser Befragung können sich die Mitarbeiter ganz klar und anonym zu verschiedenen Abläufen im Haus, der Führung sowie eigenen Wünschen/Zielen und vielem mehr äußern.“

Eines ist offensichtlich: Möglichkeiten und Zielrichtungen von PR sind so vielfältig, dass es nicht immer ganz einfach ist, den Überblick zu behalten und das Richtige für sich und sein Unternehmen zu finden. Die RBW kann Informationen zum Thema bieten und fördert die Vernetzung der PR- und Marketingverantwortlichen in den Unternehmen. Außerdem können Sie die Kanäle der RBW wie den monatlichen Newsletter, die Homepage oder auch dieses Magazin für Ihre Öffentlichkeitsarbeit einsetzen. 


Kontakte

www.baeckerlob.de
www.gartenbaumschule-becker.de
www.gb-mediensysteme.de
www.gravur.de
www.hiltscher.com
www.isotec.de
www.mediterana.de
www.mobauplus-buescher.de
www.porsche-bensberg.de
www.schloss-eulenbroich.de
www.soennecken.de
www.systemhaus-kolb.de
www.zanders.de


Kontakt:
Silke Ratte
Standortmarketing &
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 2204 9763-16
ratte@rbw.de