Federal-Mogul investiert am Standort Burscheid

Zwölf Millionen Euro hat Federal-Mogul im vergangenen Jahr in Burscheid investiert. In diesem Jahr werden es gar 15 Millionen Euro werden. Dieses klare Bekenntnis zum Standort kommunizierte Michael Hedderich, Senior Vice President und General Manager für den Bereich Kolbenring-Fertigung, im Rahmen einer Pressekonferenz. „Wir haben Marktanteile gewonnen, indem wir auf die richtigen Innovationen gesetzt haben“, sagte Hedderich. Das spiegele sich auch im Geschäftsergebnis wider: Der Umsatz der Federal-Mogul Burscheid GmbH ist im Vergleich von 2013 zu 2014 um sieben Prozent gestiegen, der Umsatz der Federal-Mogul TP Europe GmbH & Co. KG, die in Werk 2 vor allem Stahlringe für Benzinmotoren herstellt, gar um 21 Prozent. Der positive Trend des Jahres 2014 habe sich zu Beginn des Jahres 2015 fortgesetzt. Das führt dazu, dass die Anzahl der Mitarbeiter von 1.699 im Dezember 2013 auf 1.879 (Stand: 1. März 2015) gestiegen ist.

Mit sieben Prozent ist der Anteil der Leih- bzw. Zeitarbeiter niedriger als in vergleichbaren Unternehmen, so Andrea Vogt-Schulz, Senior Manager Human Re-sources. „Diese Quote benötigen wir, um flexibel auf die Auftragslage reagieren zu können.“ Ansonsten setzt Federal-Mogul in Burscheid darauf, Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden und zu qualifizieren. Im vergangenen Jahr haben nach Unternehmensangaben fast 1.400 Mitarbeiter an einer Weiterbildung teilgenommen. Dafür wurden 330.000 Euro investiert. Zudem wurde ein Qualifizierungsprogramm für Schichtführer eingeführt, das acht Module zu den Themen Führung, Konflikte, Arbeitsorganisation etc. umfasst. Bis Ende des Jahres werden 60 Schichtführer an dem Programm teilgenommen haben. „Auch die Meisternachfolgeplanung ist für uns ein wichtiges Thema“, sagt Vogt-Schulz, „da wir wissen, dass in den kommenden Jahren viele unserer Meister in den Ruhestand gehen werden.“ Derzeit widmen sich 16 Federal-Mogul-Beschäftigte nebenberuflich einer Meisterqualifikation.

Dr. Stefan Hoppe, Director Technology Rings & Liners, stellte im Rahmen der Pressekonferenz die Federal-Mogul-Neuentwicklung „DuroGlide“ vor – eine patentierte Technologie für Kolbenringe, die die Reibung deutlich vermindert und so Verbrauch und CO2-Emissionen um bis zu 1,5 Prozent vermindert. „Mit einem einfachen Kolbenring kann man heute keinen Blumentopf mehr gewinnen“, sagte Hedderich. „Innovationen werden künftig einen noch höheren Stellenwert haben.“ Darauf werde sich Federal-Mogul in Burscheid konzentrieren.

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