Neue Projekte für die Blütenstadt

Leichlingen hat den weißen Flecken auf der lokalen Internetversorgungskarte den Kampf angesagt. Nachdem die unterversorgten Gebiete durch ein Markt-erkundungsverfahren ermittelt wurden, wurden verschiedene Fördermittel des Bundes und des Landes zur Unterstützung des Breitbandausbaus generiert. In den nächsten Jahren erfolgt der Glasfaserausbau durch einen Kooperationspartner. Ein Pilotprojekt startet Anfang 2020 in Witzhelden und wird anschließend auf die gesamte Kommune ausgeweitet. Die Einwohner der Stadtgebiete können durch die Anzahl an Vorvermarktungsverträgen die zeitliche Reihenfolge des Ausbaus mitbestimmen.

Weiterhin hat sich die Stadt bei der Aktion „4G – Wir jagen Funklöcher“ beworben. Dabei geht es um einen Ausbau von LTE im Mobilfunknetz. Ziel ist auch hier flächendeckende Versorgung. Schließlich wurde Leichlingen in der Förderinitiative WiFi4EU als eine von 142 Kommunen deutschlandweit ausgewählt, die 15.000 Euro zum Ausbau kostenloser WLAN-Netze im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden erhalten. Damit sollen Rathaus, Busbahnhof, Bahnhof und das Schwimmbad mit WLAN-Hotspots ausgestattet werden. Über weitere Standorte wird noch beraten.

Doch es gibt noch weitere Herausforderungen: Grüner, bunter und naturnäher soll die Leichlinger Innenstadt werden. Eine der Maßnahmen des „Integrierten Handlungskonzepts“ ist die Weiterentwicklung von „Wir sind Blütenstadt“. Besondere Projekte des Konzepts sind die Aufwertung der Grünflächen um das Bürgerhaus, der Blütenstadtgarten, Urban Gardening auf öffentlichen Grünflächen, naturnahe Staudenbepflanzungen und Zukunftsbäume im öffentlichen Raum. Begleitet wird das Projekt durch eine Stadtmarketingkampagne.

Um Leichlingen als attraktiven Lebens- und Wohnstandort weiterzuentwickeln, ist auch das Projekt- und Citymanagement von großer Bedeutung. Das Management soll sich zum Beispiel als weitere Schnittstelle und Ansprechpartner zur Betreuung des städtischen Einzelhandels etablieren.

Das Internetportal www.einkaufen-in–leichlingen.de soll die Sichtbarkeit des lokalen Einzelhandels, der Gastronomie und der Hotellerie innerhalb und außerhalb der Stadtgrenzen erhöhen. Dazu haben 2018 der Wirtschaftsförderungsverein Leichlingen e. V. und die Stadt in Kooperation begonnen, das Portal zum umfangreichen Schaufenster für Leichlingen auszubauen. Gewerbetreibende können sich dort kosten-günstig und einfach mit ihren Produkten, Dienstleistungen und Veranstaltungen online präsentieren. Die Website wird bereits gut genutzt.


Personalwechsel  Seit Oktober kümmert sich Myrjam Passing als Nachfolgerin von Sascha Maschinski um die Wirtschaftsförderung. Sie hat Erfahrung in der Regionalentwicklung, im Tourismus und
in der Wirtschaftsförderung. „Ich bin ein praktisch veranlagter Mensch mit kreativen und innovativen Ideen“, sagt sie. „Ich schaue gerne über den Tellerrand, um das große Ganze zu sehen.“


Wirtschaftsförderung
in Leichlingen
Myrjam Passing
Telefon: +49 2175 992356
E-Mail: myrjam.passing@leichlingen.de

 


Entwicklungen auf dem Areal „Gewerbepark Alte Glashütte“

Die Reaktivierung des „Monteferro“-Geländes in Leichlingen im 3-Städte-Eck mit Langenfeld und Solingen wird seit Anfang dieses Jahres von dem eigens dafür gegründeten Unternehmen Gewerbepark Alte Glashütte GmbH vorangetrieben. Beteiligt an dem neuen Unternehmen sind die Z & K Immobilienverwaltung GmbH, die auch Eigentümerin der bereits ortsansässigen Gewerbepark Frese GmbH ist, sowie Dr. Hans Lautenschläger, geschäftsführender Gesellschafter der im Gewerbepark Frese etablierten Koko Kosmetikvertrieb GmbH & Co. KG.

Das 35.000 Quadratmeter umfassende Areal lag seit 2003 brach. In den komplett sanierten und umgebauten Gewerbeflächen sind neun Mietbereiche der unterschiedlichsten Branchen wie Werkstätten, Handwerksbetriebe, Produktion und Lager entstanden.

Das angrenzende Bürogebäude mit sieben Einheiten ist ebenfalls fast komplett vermietet. Durch die verschiedenen Branchen verfügt das Areal über einen guten Mix.

Die restlichen bebaubaren Gewerbegrundstücksflächen von ca. 13.000 Quadratmetern rund um den Hallenkomplex wurden ebenfalls komplett erschlossen. Im Zuge der äußeren Erschließungsarbeiten wird das Gelände demnächst durch eine moderne Glasfaserdirektanbindung über einen schnellen Internetzugang verfügen. Derzeit werden die letzten Arbeiten im Außenbereich abgeschlossen.


Kurz erklärt: IEHK

Ein „Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept“ (IEHK) ist ein strategisches Planungs- und Steuerungsinstrument der Stadtentwicklung. Neben einer Bestandsaufnahme enthält das Konzept die Beschreibung einer Gesamtstrategie sowie wesentlicher Handlungsfelder und Maßnahmen. Integrierte Handlungskonzepte sind in NRW seit dem Jahr 2008 eine verpflichtende Grundlage für Kommunen, um Fördermittel für den Städtebau zu erhalten.