Nicht zuletzt die aktuelle Klimadiskussion ist für Kürtens Wirtschaftsförderin Anita Waier-Breidenbach ein weiterer Grund, Kürten nicht nur als Wohnort, sondern auch als Arbeitsstandort wahrzunehmen und weiter zu etablieren. „Wir haben einen guten Branchenmix von Dienstleistung über Handwerk bis zur Produktion“, sagt sie. Die ansässigen Unternehmen entwickeln sich weiter und auch neue siedeln sich an.

An der Wipperfürther Straße expandiert Korte Einrichtungen weiter. Gebaut wurde ein neues Gebäude mit rund 2.000 Quadratmetern Nutzfläche, die mit 800 Quadratmetern Bürofläche aufgestockt wurde. Die Expansion dient der Einlagerung von bereits fertiggestellten Möbeln, um eine unterbrechungsfreie Produktion zu gewährleisten. Korte Einrichtungen ist mit seinen über 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der führenden Ladenbauer in Deutschland.

Arbeitsplätze im sozialen Bereich bietet die Stiftung Die Gute Hand oberhalb von Biesfeld. Auf einem rund 60.000 Quadratmeter großen Grundstück neben dem Heilpädagogischen Kinderdorf befindet sich dort auch die Verwaltung der Stiftung. Ein großer Teil der über 600 Mitarbeiter arbeitet in Kürten. 

Einen spannenden Unternehmensmix bietet auch das Gewerbegebiet Herweg.
Gut die Hälfte ihrer 51 Jahre hat die ISL-Chemie GmbH & Co. KG bereits in Kürten verbracht. Mit rund 100 Mitarbeitern produziert sie jährlich rund 4.300 Tonnen Farbpasten und Speziallacke. Ob in Schuhsohlen, Auto-lenkrädern, Tapeten oder Straßenmarkierungen – die Qualitätsprodukte aus Herweg finden sich in der ganzen Welt.  

Ganz neu in Herweg ist hingegen die Tischlerei Woodstar, die das Spektrum der ansässigen Handwerksbetriebe um individuelle Einrichtungs- und Raumkonzepte erweitert. Kreisweit bekannt als Vorreiter für Digitalisierung im Handwerk ist die Wurth S+H GmbH & Co. KG. Bereits 2017 war sie Gastgeber für das RBW-Innovationsforum. Ebenfalls Vorreiter sind Kürten und seine Unternehmen in den Gewerbegebieten Herweg und Broich als Pilot-anwender für das Gemeinschaftsprojekt „Ge-werbeparkranger“ mit der RBW, der Kreis-verwaltung und :metabolon. Die Ranger beraten die Unter–nehmen bei der Umsetzung von -energie- und ressourceneffizienten Maßnahmen und den damit verbundenen Chancen und Kosteneinsparungen (siehe Kasten).

Weitere Impulse verspricht sich die Gemeinde vom „Integrierten Handlungskonzept“. Vertreter der Politik, Bürgeragentur, die Interessengemeinschaften der Gemeinde Kürten sowie die Verwaltung beraten derzeit gemeinsam über das weitere Vorgehen.

Wirtschaftsförderung
in Kürten
Anita Waier-Breidenbach
Telefon: +49 2268 939129
E-Mail: waier-breidenbach@kuerten.de

 


Die 3. Ausbildungsmesse

Am 7. März 2020 von 10 bis 13 Uhr findet zum dritten Mal die Ausbildungsmesse „Perspektive Kürten – Karriere vor Ort“ statt. Mit dabei sind Unternehmen und Institutionen aus der Gemeinde Kürten wie auch die Kammern und Verbände, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter. Die Kürtener Gesamtschule, das IHK-Wirtschaftsgremium Kürten, die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach und die Gemeinde Kürten haben sich erneut zusammengeschlossen, um interessierte Jugendliche aus Kürten und den Nachbarkommunen über das breite Spektrum der angebotenen Ausbildungsberufe zu informieren und die vielfältigen Karrieremöglichkeiten vor Ort aufzuzeigen. 


Ressourcenlotsen für Unternehmen

Das Kürtener Pilotprojekt der Gewerbeparkranger werden die Verantwortlichen ab sofort allen Unternehmen im Rheinisch-Bergischen Kreis anbieten. Darum werden die Ranger von Kreis und RBW nicht nur in einzelnen Gewerbegebieten als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, sondern ihre Lotsenfunktion generell wahrnehmen. Es sind Martin Beulker, Klimaschutz-manager des Rheinisch-Bergischen Kreises, und Slawomir Swaczyna, Projektleiter Innovations- und Technologieförderung bei der RBW. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern EnergieAgentur.NRW und Effizienz-Agentur NRW beraten sie die Unternehmen bei der Umsetzung von energie- und ressourceneffizienten Maßnahmen, die auch erhebliche Einsparungspotenziale in den Unternehmen bieten. 

Dazu können die Unternehmen ihre Themen anmelden oder sich einen der Experten ins Haus holen, der gemeinsam mit ihnen nach Potenzialen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb sucht. Denkbar sind auch Verbundprojekte wie die gemeinsame Nutzung mehrerer Unternehmen von Heizsystemen zum Beispiel mithilfe von Blockheizkraftwerken. 

Ansprechpartner:
Slawomir Swaczyna, Telefon: +49 2204 9763-15, E-Mail: swaczyna@rbw.de

Martin Beulker, Telefon: +49 2263 805554, E-Mail: klimaschutz@rbk-online.de