KölnLED und KölnLaser sind seit Januar Mieter im Bergisch Gladbacher TechnologieZentrum

Er ist ein Lebenskünstler. Schwierige Situationen spornen ihn an, das Beste daraus zu machen. Er lebt von seinen kreativen Ideen und von den Lösungen, die er dazu entwickelt – vor allem, wenn sie mit Licht zu tun haben. Michael Jatrakos ist KölnLED.

Wir schreiben das Jahr 1980. Der 21-jährige Michael Jatrakos hat gerade seine Lehre bei Nixdorf als Werkzeugmacher Elektronik abgeschlossen. Inspiriert durch Raumschiff Orion und Enterprise kauft er eine Laserröhre. Er experimentiert damit herum und erkennt schnell: Wenn er den Strahl mittels rotierender Spiegel in Bewegung setzt, verändern sich die Muster, die er an die Wand projiziert. Zur Hochzeit des Nachbarn führt er eine Lasershow mit Nebelkerzen auf und „die Leute fanden das toll“, erinnert sich -Jatrakos heute. Aber Geld für einen stärkeren Laser, den er für größere Shows benötigte, hatte er nicht.

Er machte daraufhin eine zweite Ausbildung zum Flugzeugwartungsmechaniker beim Militär und verdiente sein Geld im Messebau. Seine Liebe zum Licht ließ er allerdings nie aus den Augen und besuchte Fortbildungen im elektronischen und lichttechnischen Bereich mit Halogen und Lasertechnik. Dann gründete der gebürtige Kölner 2004 KölnLaser, verewigte seine Heimat im Firmennamen und bekam schnell die Möglichkeit, auf einem großen Firmenevent eines Konzerns der Domstadt eine Lasershow zu veranstalten. Das sprach sich herum und fortan konnte er seinen Lebensunterhalt damit verdienen. Heute berät er Kunden zum Thema Laser, verkauft sie, installiert und wartet sie in Diskotheken. Weiterhin inszeniert er Lasershows und Animationen mit Ton, Bild und Pyrotechnik bei Firmenpräsentationen und Jubiläen.

Pendelleuchte mit LEDs: Immer wieder findet Michael Jatrakos spezielle Produkte, auch für anspruchsvolles Design. Ideen muss man haben. Logos mit LED (s. rechte Seite), das ist ein Geschäftsfeld von KölnLED.

Pendelleuchte mit LEDs: Immer wieder findet Michael Jatrakos spezielle Produkte, auch für anspruchsvolles Design. Ideen muss man haben. Logos mit LED (s. rechte Seite), das ist ein Geschäftsfeld von KölnLED.

Mittlerweile gibt es ein weiteres Standbein. Und das kam so: Vor ein paar Jahren wurde Jatrakos von einem Kölner Juwelier angesprochen, dem es durch die Strahlerhitze im Geschäft zu heiß wurde. Jatrakos ließ sich das ganze Problem schildern und überlegte: Hell? Nicht heiß? Und gut aussehend? LED-Strahler! Der Juwelier war begeistert. Und so eröffnete der findige Unternehmer 2006 die KölnLED. LEDs geben bis zu 80 Prozent weniger Wärme ab und sind langfristig gesehen günstiger als herkömmliche Leuchtmittel. Zwar sind LEDs in der Anschaffung teurer, weisen aber eine bis zu 35-fach höhere Lebensdauer und eine Energie–Ersparnis bis zu 85 Prozent auf. Mittlerweile gibt es mit etwa 256 Millionen Farbnuancen so viele verschiedene Farbtöne, dass man auch unter zahlreichen Weißtönen von kalt bis warm wählen kann.

Bei den LEDs setzt Jatrakos nicht nur auf Beratung und Vertrieb von herkömmlichen Produkten. Er verbaut sie in Firmen-Logos oder in Glas. Er bietet Produkte an, in denen die Licht-Technik verarbeitet wird. Wie zum Beispiel Glasfaser, die in Textilien verwebt als Kleidung oder als Vorhang zum Leuchten kommt – ein toller Effekt im Dunkeln. Er berät seine Kunden bei der Umrüstung liebgewonnener alter Lampen zu LED-Technik, entwickelt Prototypen, produziert Kleinserien und spezielle Kundenwünsche und nimmt Lichtberechnungen vor. Mittlerweile war er für viele namhafte Unternehmen tätig: Radisson Köln, Maritim Bonn, Rhein-Energie, RTL, Schwartau, die Stadtverwaltungen Bergisch Gladbach und Köln, Alive AG (Nachfolger der EMI Electrola Köln), OVB Köln, Ford Strunk und viele mehr.

62-Wirtschaftsmagazin-punktRBW_20Immer wieder findet Jatrakos spezielle Produkte für anspruchsvolle Kunden, wie zum Beispiel Lautsprecher aus Glas, die er auch vertreibt. Hier sieht man lediglich eine Scheibe an zwei Edelstahlseilen von der Decke hängen. Über Schallwandler, die auf dem Glas befestigt sind, kommt die Musik. Oder unsichtbar verbaute LEDs in Glas setzt er zum Beispiel in Trennwänden, Logos oder Möbeln ein. Wie ein leuchtender Wohnzimmertisch ohne Kabel, weil die Akkus unsichtbar in die Beine eingearbeitet wurden. Sein neuester Coup: „Eine Hightech-Taschenlampe für Taucher, die fast alles kann, außer sprechen. Sie ist leistungsstärker und günstiger als die Modelle, die derzeit auf dem Markt sind“, so Jatrakos.

Seit dem 1. Januar 2015 ist der 55-Jährige im Rheinisch-Bergischen Technologie-Zentrum ansässig und freut sich über die Synergien. „Hier im professionell aufgestellten Netzwerk kann ich gut arbeiten.“ Man darf gespannt sein, was sich dieser Mann noch alles einfallen lässt.

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