Das Odenthaler Unternehmen realisiert vor allem Großprojekte

Im September 1965 hat Rüdiger Meißner – damals 23, heute 73 – seinen Elektrobetrieb gegründet. Das heißt: In diesem Jahr konnte Jubiläum gefeiert werden. Die Planung, Errichtung und Instandhaltung von komplexen Stark- und Schwachstromanlagen sind heute die zentralen Arbeitsgebiete. Über 60 Mitarbeiter werden von der Firmenzentrale in Odenthal aus eingesetzt, zumeist im Umkreis von 100 Kilometern, aber auch im ganzen Bundesgebiet. Bei sehr großen Aufträgen werden die Tochterunternehmen Meißner Krokotsch GmbH in Hecklingen, Elektro Königshofen in Odenthal, die MDK Gebäudetechnik in Brandenburg sowie die psb-Schaltanlagen in Odenthal hinzugezogen. „Dass unsere Mitarbeiter größtenteils schon seit vielen Jahren zum Betrieb gehören und sehr eigenverantwortlich arbeiten, schafft Motivation und macht den Erfolg unseres Unternehmens aus“, erläutert Anke Meißner die Unternehmensgeschichte.

Wenn Seniorchef Rüdiger Meißner auf die letzten 50 Jahre zurückblickt, wird er nachdenklich: „Es hat sich wirklich vieles verändert mit den Jahren: Die Projekte sind größer und komplexer geworden und müssen dennoch schneller abgewickelt werden. Der Druck ist gestiegen, gleichzeitig müssen mehr Formalitäten beachtet werden.“ Es gibt aber auch positive Entwicklungen – die Unfallrisiken sind geringer – und Grundsätze, die sich bei Meißner nie ändern werden: „Bei uns gilt noch das gesprochene Wort. Darauf können sich unsere Kunden verlassen.“

Der Entwicklung haben die Veränderungen nicht geschadet: Die Zahl der Mitarbeiter ist stabil und das Unternehmen ist mit Anke Meißner auch weiterhin in Familienhand, unterstützt durch Benedikt Lohe, der als technischer Leiter auch Mitglied der Geschäftsführung ist.

Die Projekte der letzten Jahre können sich sehen lassen: Mit den Kranhäusern waren die Fachleute aus Odenthal an der Bebauung des Rheinauhafens in Köln beteiligt, mit dem Kameha Grand Hotel (dort wurden 500 Kilometer Kabel verlegt) und dem Rheinwerk III an repräsentativen Großprojekten in Bonn. In Duisburg wurde das Landesarchiv NRW mit Stark- und Schwachstromanlagen und Sicherheitstechnik versorgt, in Köln das Gebäude Campus Torhaus. Andere Beispiele aus der aktuellen Referenzliste sind die Montagehallen der Firma Wirtgen in Windhagen, Ärztehäuser in Odenthal und Leverkusen und Einkaufszentren in Hannover, Kiel und Köln.

Die Ausbildung von Lehrlingen war schon immer wichtiger Bestandteil der Firmenphilosophie von Elektro Meißner. Mehr als 120 Lehrlinge hat das Odenthaler Unternehmen in den vergangenen 50 Jahren ausgebildet, zuletzt meistens drei Auszubildende gleichzeitig. „Zum 50-jährigen Firmenjubiläum möchten wir darüber hinaus Spenden für ein Projekt des Caritasverbandes Leverkusen sammeln“, erläutert Juniorchefin Anke Meißner. „Damit unterstützen wir die berufliche Integration von jungen Flüchtlingen. Auch einen Ausbildungsplatz würden wir zur Verfügung stellen, wenn sich ein interessierter und geeigneter Bewerber findet.“

www.elektro-meissner.de