Christoph Brzezina, Inhaber der D. Spanier GmbH, holt sich Tipps und Anregungen von „Senioren beraten die Wirtschaft“

„Stillstand ist Rückschritt“, sagt Christoph Brzezina – und formuliert es ganz plakativ: „Wenn wir heute noch immer nur das anbieten würden wie vor gut 20 Jahren, als ich angefangen habe, für die Firma Spanier zu arbeiten, wären wir vielleicht schon nicht mehr am Markt.“ Seit 2010 ist Brzezina Geschäftsführer des Bergisch Gladbacher Unternehmens, das heute in den Bereichen Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro aktiv ist.

Dass er einmal Inhaber und Geschäftsführer einer Firma mit mehr als 40 Mitarbeitern sein würde, hätte sich Christoph Brzezina nicht vorstellen können, als er 1993 als Kundendienstmonteur von dem damaligen Eigentümer Dieter Spanier eingestellt wurde. „Ehrgeizig war ich immer schon“, sagt Brzezina, der die Abendschule besuchte, um den Meistertitel zu erwerben. Als Spanier sich 2010 aus Altersgründen zurückziehen wollte und einen Nachfolger suchte, musste er nicht lang überlegen: „Ich wollte etwas Neues machen. Und die Herausforderung hat mich auch gereizt.“ Auf der anderen Seite sei es schon ein komisches Gefühl gewesen, plötzlich die Verantwortung zu haben – dafür, dass alle Mitarbeiter pünktlich ihr Geld bekommen, dafür, dass die Zahlen stimmen, dafür, dass das Unternehmen durch strategisch richtige Entscheidungen fit für die Zukunft ist. „Das war schon ein Druck“, erinnert sich Brzezina, dessen Familie ebenfalls im Unternehmen tätig ist. Ehefrau Sabina ist für die Buchhaltung zuständig, Sohn Carsten sieht gerade der Meisterprüfung entgegen und Tochter Chantal macht eine Ausbildung zur Bürokauffrau.

Die Auftragsbücher sind derzeit gut gefüllt – was auch daran liegt, dass Brzezina mehrere neue Unternehmensbereiche aufgebaut hat. So gehören beispielsweise der Einbau und die Wartung von BHKW-Brennstoffzellen zum Leistungsangebot der Firma. „Die hocheffiziente Anlage ist gerade mal so groß wie eine Waschmaschine und liefert etwa 13.000 Kilowattstunden emissionsarmen Strom pro Jahr.“ Aber auch die Klimatechnik nimmt einen immer größeren Raum ein. Brzezina: „Waren Klimaanlagen vor einigen Jahren hauptsächlich noch in den südlicheren Breitengraden beheimatet, so hat diese Technik längst auch in vielen deutschen Haushalten ihren Platz gefunden.“ Der Einbau sollte durch ausgebildete Fachkräfte erfolgen: „Das Gerät muss zum Raum passen, fachgerecht installiert und vernünftig gewartet werden.“

Angesichts der guten Auftragslage könnte sich Brzezina beruhigt zurücklehnen. Oder er könnte einfach weiter auf sein Bauchgefühl vertrauen. Er hat sich jedoch für die dritte Variante entschieden. Er hat jemanden beauftragt, von außen einen Blick aufs Unternehmen zu werfen. Dieser jemand ist Paul Mutz, langjähriger Geschäftsführer von TENTE-Rollen in Wermelskirchen und heute Berater im Team der Interessengemeinschaft „Senioren beraten die Wirtschaft“. In dem Netzwerk kommen ehemalige Unternehmer und Führungskräfte zusammen, die nicht mehr im aktiven Berufsleben stehen – mit dem Ziel, ihre Berufserfahrung und ihr Praxiswissen an Unternehmen weiterzugeben. „Man wird ja ein Stück weit betriebsblind. Und manche Dinge kann ein Außenstehender besser analysieren“, sagt Brzezina, der sich bewusst gegen einen klassischen Unternehmensberater entschieden hat. „Nicht nur wegen der Kosten“, wie er betont, „sondern auch, weil ich nicht nur über Zahlen und Sparpotenziale diskutieren möchte, sondern geschäftsbegleitend Denkanstöße von jemandem bekommen möchte, der sich mit Vertriebsstrategien und Personalführung auskennt – und einfach mal mit offenen Augen durch die Firma geht.“

Und wie ist der erste Eindruck des Wirtschaftsseniors? „Hervorragend“, lobt Mutz. „Herr Brzezina macht vieles genau richtig. Er weiß zum Beispiel, dass die Mitarbeiter entscheidend für den Erfolg des Unternehmens sind – und man fachkundiges Personal mit guten Verdienstmöglichkeiten allein nicht halten kann, sondern dass zum Beispiel auch ein gutes Betriebsklima und die Einbeziehung von Mitarbeitern in Entscheidungen wichtige Faktoren sind.“ Außerdem merke man, so Mutz weiter, „dass sich Herr Brzezina den Markt sehr genau anschaut und dabei unternehmerisches Weitdenken an den Tag legt. Das klingt banal, ist aber in vielen Unternehmen ein schwieriges Thema“. Bei der Firma D. Spanier fand Mutz „nur kleine Details“, die man noch verbessern könnte – beispielsweise das äußere Erscheinungsbild des Betriebsgeländes oder manch internen Ablauf.  „Die ersten Dinge haben wir schon umgesetzt“, sagt Brzezina. Nun wolle man weiter am einheitlichen Auftritt des Unternehmens arbeiten. „Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass wir uns kennengelernt haben“, sagt der Geschäftsführer, der sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit freut.

D.Spanier GmbH
Am Vorend 47
51467 Bergisch Gladbach
Telefon 02202 98750
www.spanier-gmbh.de