Die neuen Datenschutzregeln betreffen uns alle: Unternehmen, Privatpersonen, Organisationen, Vereine sowie Unterstützer und Förderer und viele mehr. Damit auch Existenzgründer einen leichteren Einstieg in die 88 Seiten umfassende Verordnung finden, haben sich im Rheinisch-Bergischen Kreis starke Partner zusammengeschlossen. Sie wollen in der Bewältigung der Bürokratie voneinander profitieren. Das Rheinisch-Bergische TechnologieZentrum, Gründerzentrum mit Sitz im TechnologiePark Bergisch Gladbach, hat eine Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land geschlossen. Die Initiatoren und Gesellschafter des Rheinisch-Bergischen TechnologieZentrums, der Rheinisch-Bergische Kreis, die Stadt Bergisch Gladbach, die Kreissparkasse Köln und die Industrie- und Handelskammer zu Köln, erhalten über diesen Zusammenschluss für das TechnologieZentrum, aber auch für die im Zentrum betreuten Existenzgründer praktische Tipps im Umgang mit dem sehr komplexen Thema Datenschutz. 

Bürokratieabwehr und Datensicherheit 

Seit dem 25. Mai 2018 gilt europaweit die neue Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und – daran angepasst – das neue Bundesdatenschutzgesetz BDSG. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle Betroffenen damit begonnen haben, ein Datenschutz-Managementsystem aufzubauen. Je nach Größe des Betriebs ist der Inhaber verpflichtet, einen externen oder internen Datenschutzbeauftragten zu benennen. 

Foto: RBTZ

Markus Naujoks,
externer Datenschutzbeauftragter
KHBL Service- und
Wirtschaftsgesellschaft mbH

 

 

Die Bestimmungen der DSGVO sind unabhängig davon für alle Unternehmer umzusetzen. Zur Unterstützung hat die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land die KHBL Service- und Wirtschaftsgesellschaft mbH gegründet und ein Modell erarbeitet, damit Unternehmer die gesetzlichen Anforderungen der DSGVO leichter umsetzen können. Die KHBL Service- und Wirtschaftsgesellschaft mbH hat Leistungspakete ausgearbeitet, die Unternehmen kurzfristig befähigen, die Mindestanforderungen – die die DSGVO stellt – schnell und einfach umzusetzen. 

Gesetzlicher Hintergrund

Betriebe, die bis zu neun Mitarbeiter beschäftigen, müssen keinen Datenschutz-beauftragten bestellen. Aber auch sie müssen die DSGVO umsetzen, ein Datenschutz-Managementsystem nachweisen und aufbauen. Sind sie dazu seit dem 25. Mai 2018 nicht in der Lage, könnten empfindliche Geldbußen drohen.

Ein Datenschutzbeauftragter muss bestimmt werden, wenn das Unternehmen mehr als neun Mitarbeiter (auch Aushilfen, Auszubildende, Praktikanten, Leiharbeiter) beschäftigt, die personenbezogene Daten der Kunden und Mitarbeiter verarbeiten. Wenn beispielsweise einem Vertriebsmitarbeiter für einen Kundenauftrag Name, Anschrift und Telefonnummer elektronisch übermittelt werden, sind schon mindestens zwei Personen involviert. Ist eine weitere Person mit der Erstellung der Rechnung beschäftigt, sind es schon drei. Sind also mehr als neun Personen in einem Unternehmen beschäftigt, müssen Betriebsinhaber prüfen, ob sie einen Datenschutzbeauftragten benennen müssen.


Impulsvortrag

Ein Impulsvortrag ist für Donnerstag, 12. Juli 2018, 17.30 bis 20 Uhr im TechnologiePark in Bergisch Gladbach geplant. Hierzu sind alle Firmen des TechnologieZentrums, aber auch interessierte Unternehmer aus der Region eingeladen. Mithilfe der beschriebenen Kooperation verfolgen sowohl die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land als auch das Rheinisch-Bergische TechnologieZentrum das Ziel, die Unternehmer und die Wirtschaft unserer Region zu stärken.

Donnerstag, 12. Juli 2018
17.30 Uhr
TechnologiePark Bergisch Gladbach
Friedrich-Ebert-Straße 75
51429 Bergisch Gladbach