Senioren beraten die Wirtschaft

Ehemalige Unternehmer und Führungskräfte aus dem Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis haben sich 2003 zur Interessengemeinschaft „Senioren beraten die Wirtschaft“ (SBDW) zusammengetan, um ihr Praxiswissen und ihre Erfahrung an Unternehmen in der Region weiterzugeben. In einem der jüngsten Fälle unterstützte Berater Walter Haag den Holztechniker Timo Reuter aus Wermels-kirchen dabei, den angestrebten Ertragszahlen seiner Schreinerei durch neue Strategien näherzukommen.

Wenn es um kreatives Design für gehobene Ansprüche in bester handwerklicher Qualität geht, sind Holztechniker Timo Reuter und Tischlermeister Norbert Graw in ihrem Element: „Holz ist unsere Leidenschaft.“ 

Ihre Spezialität ist der individuelle Innenausbau in Heim oder Büro mit maßgefertigtem Mobiliar.  Der Aufbau von Messeständen und Renovierungsarbeiten bilden weitere Geschäftsfelder ihres Unternehmens Holz Design Bergisch Land GmbH (HDBL).

Trotz ordentlicher Auftragslage blieben der prognostizierte Umsatz und die entsprechenden Ertragszahlen allerdings auch 2016 noch hinter den bei der Firmengründung 2009 gehegten Erwartungen zurück. Im Gespräch mit seiner Hausbank – der Stadtsparkasse Wermelskirchen – erfuhr Timo Reuter dann von einem Seminar, das die Bank gemeinsam mit der Interessengemeinschaft „Senioren beraten die Wirtschaft“ anbietet.

Nach dem Seminar kam der SBDW-Berater Walter Haag in das Unternehmen. Bereits im ersten Gespräch konnte Haag mit dem Blick des erfahrenen Controllers einige wesentliche Schwachstellen identifizieren. „Der neutrale Blick von außen auf das Unternehmen fördert regelmäßig Erkenntnisse zutage, die der Inhaber gern übersieht, weil ihm oft der Quervergleich mit anderen, ähnlich gelagerten Verhältnissen fehlt“, erläutert Haag. „Vor allem anderen fehlt aber oft die Zeit.“ 

Grundlage für das zweite Gespräch war die Auswertung der letzten fünf Bilanzen und der betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) des Steuerberaters. Weitere Analysen zur Kostenstruktur des Betriebes, wie zum Beispiel die Produktivität der Mitarbeiter und andere relevante Kennzahlen, rundeten das Bild ab und brachten Stück für Stück mehr Transparenz in das Betriebsgeschehen.

Darauf aufbauend, entwickelte Haag ein Handlungskonzept zur schrittweisen Realisierung in enger Zusammenarbeit mit Reuter. Es umfasste verschiedene Sofortmaßnahmen mit unmittelbarer Wirkung auf den Betriebserfolg sowie eher mittelfristig angelegte Veränderungen. Darüber hinaus ging es aber auch um einige strategische Fragestellungen zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens: 

• Einrichtung von Kostenstellen für die drei Hauptgeschäftsfelder zur Verbesserung der Informationen im laufenden Betrieb
• Reduzierung von Miet- und Pachtaufwendungen für Betriebsanlagen
• Reduzierung der Finanzierungskosten
• Verbesserung der Auslastung der Produktionsanlagen und Reduzierung der Personalkosten
• Überprüfung der langfristigen Eignung des Standortes und mögliche Kooperationen sowie der Rechtsform des Unternehmens

Haag begleitete Reuter und sein Unternehmen über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Die Auftragslage im Jahr 2018 ist nach wie vor gut und die Mannschaft hat alle Hände voll zu tun. 

„Am Ende haben sich die Stunden, die ich mit dem Berater zusammengesessen habe, gut bezahlt gemacht“, zeigt sich Timo Reuter zufrieden. „Wir arbeiten heute rationeller, wissen besser Bescheid über Kosten und Erträge und es bleibt unter dem Strich mehr übrig.“ 

 

Walter A. Engels
Partner der Interessengemeinschaft SENIOREN BERATEN DIE WIRTSCHAFT
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