Förderantrag eingereicht Auch Unternehmen sollen vom schnellen Netz profitieren Flächendeckend 50 Mbit/s angestrebt

Der Rheinisch-Bergische Kreis treibt den flächendeckenden Breitbandausbau für schnelles Internet in der Region im Rahmen des Strategieprozesses RBK2020plus weiter voran. Unternehmen in Gewerbegebieten werden ebenfalls von der Kreis-Initiative profitieren, denn auch dort soll die Geschwindigkeit erneut erhöht werden – schon vor knapp zwei Jahren wurde in einem ersten Durchgang die Versorgung verbessert. Jetzt reichte der Rheinisch-Bergische Kreis für alle acht Kommunen, mit denen er eng zusammenarbeitet, einen weiteren Förderantrag beim Bund ein.

Bei einem positiven Bescheid über­nähme dieser 50 Prozent der Kosten. ­Weitere 40 Prozent kämen vom Land Nordrhein-Westfalen, die verbleibenden 10 Prozent müssten die Kommunen tragen. Eine Ausnahme gibt es allerdings für Städte und Gemeinden, die sich in der Haushaltssicherung befinden. Deren Eigenanteil übernimmt dann auch das Land. Im Rheinisch-Bergischen Kreis müssten somit nur Odenthal und Leichlingen einen Beitrag leisten, der nach jetzigem Stand aber überschaubar ist. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Fördermittel erhalten“, blickt Kreisdirektor Dr. Erik Werdel, der den Ausbau gemeinsam mit dem Breitbandkoordinator des Rheinisch-Bergischen Kreises, Marco Andres-Gilles, vorantreibt, optimistisch in die Zukunft.  Auch die RBW ist an dem Prozess aktiv beteiligt.
Der Förderantrag wurde nach umfangreichen Vorarbeiten gestellt. Zentraler Bestandteil ist das Breitband-Entwicklungskonzept, das Strategien und Handlungs­empfehlungen enthält, wie eine möglichst flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s im Download in allen acht Kommunen bis 2018 zu erreichen ist. Zunächst erfolgte eine Bestandsanalyse der Infrastruktur im Kreis, die als Basis für eine kontinuierliche Fortschreibung dient. Die Ergebnisse wurden in ein neues Infrastrukturkataster des Kreises integriert. In einem weiteren Schritt wurde eine kreisweite Markterkundung durchgeführt, durch die alle Ausbauplanungen der Telekommunikationsunternehmen der nächsten drei Jahre erfasst wurden. Ein darauf folgendes Interessenbekundungsverfahren ermöglichte eine Einschätzung darüber, zu welchen Kosten der kreisweite Breitbandausbau im Rahmen des Förderprogramms möglich sein würde.

Alle gesammelten Daten sind in das Konzept eingeflossen und mündeten am Ende in konkrete Handlungsempfehlungen für den kreisweiten Breitbandausbau und den Förderantrag. Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen dürfen die Ergebnisse des Entwicklungskonzeptes allerdings nicht vor Abschluss eines noch durchzuführenden Ausschreibungsverfahrens veröffentlicht werden.