Erfolgsstory Obereschbach: Der lange Weg von der grünen Wiese zum attraktiven Gewerbestandort an der A 4

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch die Ausweisung neuer Flächen für Gewerbegebiete braucht einen langen Vorlauf. Dringend benötigter Raum für die Ansiedlung und Expansion von Betrieben wurde durch den Stadt-entwicklungsbetrieb AöR im kommunalen Gewerbegebiet Obereschbach geschaffen – vom Aufstellungsbeschluss des B-Plans bis zum Zieleinlauf der Vermarktung brauchte es einen Zeitraum von zehn Jahren. Dies lag nicht an der mangelnden Attraktivität des Areals – im Gegenteil: Die Flächen waren heiß begehrt und zurzeit laufen die Vertragsverhandlungen für den Verkauf der letzten Parzellen.

„Obereschbach ist für unsere Stadt eine echte Erfolgsstory“, kommentiert der städtische Wirtschaftsförderer Martin Westermann die zurückliegende Gebietsentwicklung. „Sie zeigt aber auch, dass der Bedarf längst noch nicht gedeckt ist und die Stadt gut daran tut, möglichst frühzeitig vorzusorgen, vor allem um Standort- und Arbeitsplatzsicherung zu betreiben.“

Mitte der 1990er-Jahre verfügte die Stadt Bergisch Gladbach mit dem Gewerbegebiet Herkenrath über das letzte gewerblich nutzbare Areal, wo auch stadteigene Grundstücke an neue oder expansive Unternehmen verkauft werden konnten. Hiernach sollte es noch
20 Jahre dauern, bis die Stadt Bergisch Gladbach wieder mit einem kommunalen Gewerbegebiet – mit eigenen Grund-stücken – auf den Markt gehen sollte.

Zum Abschluss des Planungsverfahrens betrug die Gesamtgröße der städtischen Flächen circa 6,4 Hektar. Die vorhandene Topografie erforderte eine Terrassierung und Modulierung des gesamten Areals. Durch diese Maßnahme entstanden insgesamt elf Grundstücke mit einer Größe von 3.000 bis 8.000 Quadratmetern.

Im Jahre 2011 wurde der Stadtentwicklungsbetrieb gegründet  mit dem Auftrag, das Gewerbegebiet Ober-eschbach zu entwickeln, technisch zu erschließen und zu vermarkten. Ende 2014 wurde die Baustraße fertiggestellt und somit die Voraussetzung geschaffen, mit dem Verkauf der Grundstücke zu beginnen. Insgesamt wurden im gesamten Zeitraum bis einschließlich heute 118 Anfragen zu den Grundstücken gestellt mit einer Nachfrage von mehr als 500.000 Quadratmetern = 50 Hektar. Davon kamen 36 Interessenten direkt aus Bergisch Gladbach. Nicht allen Unternehmen konnte ein Angebot gemacht werden. Aufgrund der großen Nachfrage wurden intern abgestimmte Vergaberichtlinien aufgestellt. Es sollten qualitativ hochwertige Arbeitsplätze entstehen und das bei einer Mindestanzahl von  Arbeitsplätzen pro verkauftem Grundstück. Eine erfolgreiche Vermarktung des Gewerbegebietes würde aus der Sicht der städtischen Wirtschaftsförderung 400 bis 500 neue Arbeitsplätze im Endausbau in diesem Gebiet realisieren. Aus diesem Grund erfolgte die Vermarktung sehr vorsichtig und vorausschauend.

Bis heute wurden acht Grundstücke verkauft. Für die restlichen drei (ca. 12.000 Quadratmeter) werden aktuell Vergabevorschläge für den Verwaltungsrat des SEB AöR erarbeitet. Wenn weiterhin alles nach Plan verläuft, sind Ende 2017 alle Grundstücke verkauft. Also
18 Jahre nach Erwerb der ersten Flächen und fünf Jahre nach Beginn der Vermarktung. Die Bebauung der Flächen könnte dann zeitnah in den nächsten zwei Jahren erfolgen.

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