»Es waren einmal vier Sandkastenfreunde. Mit ihrem ersten Selbstverdienten kauften sie sich einen roten Lieferwagen, gründeten 1991 ihre Schreinerei in einer Garage, hatten ihren ersten Großauftrag im Golf- und Landclub Ref-rath und mauserten sich in den Jahren zu einem europaweit agierenden Betrieb, mit seinerzeit 900 Quadratmetern Betriebsfläche und 15 Mitarbeitern. Diese schöne Erfolgsgeschichte der Tischlerei fesk sandte ich 2007 an die punktRBW. Die Idee, in Zukunft selbst Beiträge zu liefern, schickte ich gleich mit – schließlich war ich Journalistin. So kam es, dass ich meine Existenz mit der punktRBW gründete und mich als freie Journalistin selbstständig machte. Zu meiner ersten Titelgeschichte über -„Catering – beste Zutat für Firmenevents“ lernte ich 2008 Kirberg Catering kennen, ein spannendes Unternehmen, das 1982 damit begann, für das leibliche Wohl von Künstlern und Crews on Tour zu sorgen – allen voran der Rolling Stones. Am 1. Mai 2008, das Telefon schellte um 11 Uhr morgens, vernahm ich Jutta Kirbergs tiefe, warme Stimme – ihr gefiel mein Artikel. „Können Sie für mich arbeiten?“, fragte sie geradeheraus. Ich verneinte – werberische Texte waren in meiner journalistischen Ausrichtung tabu. „Aber was kann ich tun, damit Sie zu uns kommen?“ Sie ließ nicht locker. Ich versuchte mich an dem Relaunch-Text der ersten Website – und es war ganz einfach, schließlich musste ich nur meine eigene Begeisterung für Eventcatering mit fantasievollen Genusskreationen beschreiben. 2008 gründete ich mein Kommunikationsbüro „text et cetera“ für Text, PR und journalistische Arbeit. Die RBW half mir bei meiner Existenzgründung. Drei Jahre blieb ich bei Jutta Kirberg, mit der ich mich mittlerweile angefreundet hatte, und krönte meine Aufgaben dort mit einem Konzept, das dem Unternehmen den Titel „Caterer des Jahres 2010“ einbrachte. Aus den schönen Erfolgsgeschichten über andere wurde eine für mich selbst – und die RBW trat als gute Fee zur Existenzgründung und -förderung auf. Nicht nur für mich. Sondern für sehr viele. 

Birgit Franke, Autorin der punktRBW


 

»Nach 20 Jahren Layout der punktRBW gleicht das He­raussuchen von Fotos für die finale Ausgabe einem Blick in ein Fotoalbum mit vielen Erinnerungen an Presse­termine, Unternehmensbesuche und Menschen in Unternehmen des Rheinisch-Bergischen Kreises. Die RBW hat uns als junger Agentur Anfang 2000 großes Vertrauen geschenkt, als sie uns mit der Produktion des Magazins beauftragt hat. Daraus ist eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit entstanden. Diese Partnerschaft hat uns viele Türen geöffnet: Ich habe Einblicke in hochinteressante Unternehmen bekommen (wo Fotos eigentlich gar nicht erlaubt sind), interessante Vorträge gehört, die Bekanntschaft vieler Unternehmerinnen und Unternehmer gemacht und festgestellt: Man kennt sich im Kreis der Unternehmer. Dieses Netzwerk ist (auch) Verdienst der RBW! Dass wir nach 20 Jahren fester Bestandteil davon sein dürfen, darauf sind wir sehr stolz! 

Klaus Lawrenz, Werbeagentur LAWRENZ – Die Qualitäter


 

»Die Anfahrt dauert länger als gedacht und auch die Parkplatzsuche gestaltet sich schwierig. Schließlich hetze ich durch die Eingangshalle des Gebäudes, die mich an den Vorraum einer Schule erinnert. Eine Gruppe junger Männer tritt nach mir lachend zur Tür herein, eine junge Frau huscht mit gesenktem Kopf leise vor sich hin murmelnd an mir vorbei. Aus einem Gang kommt ein großer Mann in die Eingangshalle und guckt sich um. Seine Augen liegen weit auseinander, die Stirn ist sehr hoch und der schiefe Mund ungewöhnlich groß. Als er mich sieht, fängt er an zu grinsen, setzt sich in Bewegung und kommt mit großen, ungelenken Schritten auf mich zu, um mich schließlich innig zu umarmen. Er klopft mir auf den Rücken, wiegt mich ein paar Mal hin und her und setzt dann seinen Weg zufrieden brummend fort. Im Laufe der Jahre habe ich über zahlreiche Unternehmen im Bergischen berichtet, war von Firmen und Geschäftsführern gleichermaßen beeindruckt und doch stets bemüht, journalistische Distanz zu wahren. Doch beim Besuch der Lebenshilfe Rhein-Wupper in Wermelskirchen hat mich diese unerwartete Umarmung ganz schön aus dem Konzept gebracht. Noch heute fange ich an zu grinsen, wenn ich an diese Begegnung denke.  

Elke Landschoof, Autorin der punktRBW


 

»Sehr beeindruckt hat mich Jörg Heß, den ich als Chef von Maschinenbau Jörg Heß in Odenthal-Voiswinkel kennenlernte. Sein Lehrer hatte ihm empfohlen, nach der Grundschule auf das Gymnasium zu wechseln. Doch der Junge wollte viel lieber auf die Hauptschule – wie seine Freunde aus der Nachbarschaft. So geschah es, denn sein Vater ließ ihn entscheiden. (Welche Umkehrung und Gelassenheit im Vergleich zu heute, wo jeder aufs Gymnasium getrimmt wird!) Jörg Heß bildete sich weiter, machte bereits mit 23 Jahren seinen Meister. Als er die Ein-Mann-Firma des Vaters, deren Ursprung in einer Garage lag, übernommen hatte, vergrößerte und modernisierte er sie Stück für Stück zu einem Fachbetrieb für Maschinenbau und Zerspanungstechnik. Fräsen, Drehen, Schleifen: Das hoch­technisierte Unternehmen hat inzwischen mehrere Mitarbeiter und fertigt Präzisionsteile vor allem aus Metall und Kunststoff, unter anderem für Autos und medizinische Geräte – die meisten Teile mit Gebrauchs­musterschutz. Wenn das doch gym­nasium­versessene Schülereltern von heute wüssten! 

Ute Glaser, Autorin der punktRBW


 

»Ein Elektrofachbetrieb, der unter anderem die Kölner Kranhäuser ausstattete, eine Tischlerei mit 200-jähriger Historie, ein Produktionsunternehmen, das Hard- und Software für industrielle Prüftechnik in die ganze Welt liefert, ein anderes, das Gleiches mit EMS-Fitnessgeräten tut, und ein Supermarkt mit grenzenlosem Charme: fünf rheinisch-bergische Unternehmen, die auf den ersten Blick keinerlei Gemeinsamkeiten zu haben scheinen. Doch da war was. Und das ist mir beim Nachdenken über meine Termine aus drei Jahren für die punktRBW schnell wieder eingefallen: Alle diese Betriebe werden von Frauen geführt – und zwar nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch in Bereichen, die in unserer Gesellschaft nach wie vor eher zu den Männerdomänen gezählt werden. Da waren Anke Meißner von Elektro Meißner in Odenthal und Alexandra Berg von der Tischlerei Berg in Overath, die beide in das Geschäft ihrer Väter einstiegen und die Familien­tradition erfolgreich und zukunftsweisend weiterführen. Mit Claudia Zimmer, Vorsitzende der Delphin AG in Bergisch Gladbach, sprach ich, als sie gerade Unternehmen, Umzug und Kind unter einen Hut brachte. Waltraud Thiemann, Geschäftsführerin der Loncego GmbH & Co. KG in Rösrath, übernahm das Unternehmen, als der Firmeninhaber verstarb, während sie gerade kurz vor der Geburt von Zwillingen stand. Und Ursula Wintgens, die seit 20 Jahren den REWE-Markt Wintgens in Bensberg leitet, konnte selbst eine drohende Stimmlosigkeit wegen einer starken Erkältung nicht davon abhalten, beim Interview nur so vor unternehmerischer Energie und mit Herz für ihre Multikulti-­Belegschaft zu sprühen. Auch wenn bei den großen Veranstaltungen der RBW immer noch Krawatten der häufigste Halsschmuck sind, haben mich die Gespräche mit diesen fünf Unternehmerinnen bestätigt: Keine Frage, Frauen können führen! 

Karin Grunewald, Autorin der punktRBW


 

»Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es zahlreiche Unternehmen – große und kleine, alteingesessene und junge Start-ups. Und so standen wir bei der Planung jeder punktRBW-Ausgabe stets vor einer He­rausforderung: Welche Firmen wählen wir für die Porträts aus, welche könnten zum jeweiligen Titelthema passen? Als ehemaliger Chefredakteur kann ich verraten: Nicht immer waren wir uns da einig. Oft wurde länger diskutiert und abgewogen. Unser Anspruch war dabei stets, interessante und innovative Unternehmen zu präsentieren – neben denen, die in Rhein-Berg zumindest vom Namen her jeder kennt – vor allem auch solche, von denen man selbst als rheinisch-bergischer Unternehmer vielleicht noch nie gehört hat, obwohl sie in der jeweiligen Branche einen hervorragenden Ruf haben, vielleicht sogar zu den Marktführern gehören. Oft waren es gerade diese unbekannteren Unternehmen, die die interessantesten Geschichten lieferten. Gespräche dort fingen häufig so an: „Schön, dass Sie da sind, aber ich weiß gar nicht, ob wir Ihnen so viel Spannendes über uns erzählen und zeigen können.“ Häufig waren sich die Geschäftsführer also gar nicht dessen bewusst, wie spannend für Außenstehende ihr eigenes Unternehmen ist.  

Philipp Nieländer, Autor der punktRBW


 

»In den letzten fünf Jahren hat unser Druckhaus die punktRBW produziert und damit einen Baustein zur Kommunikation und Vernetzung regionaler Unternehmen im Rheinisch-Bergischen Kreis geliefert. „Tempora mutantur et homines in illis“ („Die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Menschen“): Dieser Ausspruch gilt nicht nur für Menschen oder eine Gesellschaft, sondern auch für Unternehmen und Institutionen. So auch für die RBW, die den Dialog mit den Unternehmen der Region nun verstärkt online sucht, was wichtig und richtig ist, wenn das im bisherigen Mix zu kurz gekommen ist. Unser Unternehmen versteht und lebt „Print“ als unverzichtbares Element im Kommunikationsmix der Zukunft, denn „Print“ hat unverwechselbare Eigenschaften, die sich online nicht abbilden lassen. Wie in jedem erfolgreichen Teamplay kommt es auch hier schlussendlich auf die richtige Zusammenstellung der Mitspieler an! Wir freuen uns auf das künftige Teamplay mit der RBW bei neuen Ideen rund um das „Gedruckte“.  

Hans-Martin Heider, Heider Druck


 

»In den fast 20 Jahren meiner Mitarbeit im Redaktionsteam der punktRBW habe ich sehr viele ­Unternehmen besucht, interessante Menschen getroffen und über beeindruckende Firmen­­­geschichten geschrieben. Und ich habe eines gelernt: Nimm immer Verpflegung mit, wenn du dich mit dem Auto auf den Weg in den Rheinisch-Bergischen Kreis machst, es könnte länger dauern. So geschehen an einem kalten Wintertag. Es hatte kräftig geschneit. Mein Auto freizuschaufeln nahm schon halb so viel Zeit in Anspruch wie die Fahrt an Tagen ohne Schnee. Dennoch zuversichtlich fuhr ich los. Rund 100 Kilo­meter lagen bis zum TechnologiePark vor mir, wo die Redaktions­kon­ferenz für 11 Uhr angesetzt war. Lange Rede: Etwa anderthalb Stunden nach Beginn der Kon­ferenz stand ich knapp 60 Kilometer von meinem Ziel entfernt auf der Autobahn. Die Flocken wurden immer dicker, nichts ging mehr. Bergisch Gladbach habe ich an diesem Tag nicht erreicht. Aber seitdem befindet sich mindestens ein Schoko­riegel in meiner Tasche, wenn ein Termin im Kreis ansteht.  

Dunja Beck, Autorin der punktRBW