Das Wermelskirchener Unternehmen ist Spezialist für Fördertechnik

1957 hatte sich Heinz Hackländer mit einem Betrieb für Buntmetallartikel selbstständig gemacht. Nur wenige Jahre später waren jedoch Produkte aus Kupfer und Messing nicht mehr gefragt und er suchte nach neuen Ideen. Die fand er dank des Kontakts zur traditionellen Wermelskirchener Rollen- und Räderindustrie im sogenannten Regalkanten-Röllchen, die – an beiden Seiten von Regalprofilen angebracht – das He-raus- und Hineinschieben von Kunststoffbehältern einfach ermöglichen. Das war der Start einer erfolgreichen Unternehmensgeschichte. Knapp 60 Jahre später ist die ALFOTEC GmbH ein renommierter Spezialist für Fördertechnik. 

Doch noch einmal zurück in die 1960er-Jahre: Die Maschinen und Werkzeuge, mit denen Heinz Hackländer das Buntmetall verarbeitet hatte, eigneten sich bestens zur Herstellung von Regalkanten-Röllchen. Er entwickelte erste Muster und stellte sie auf der Industriemesse in Hannover vor. „Von da an widmete sich mein Vater der Fördertechnik“, berichtet Michael Hackländer, heute geschäftsführender Gesellschafter der ALFOTEC GmbH.

„Ein wichtiger Meilenstein in der Fördertechnik war die Entwicklung der Trag-rolle“, erinnert er sich. „Solche Rollen wurden in Durchlauf-Regallagern eingesetzt. So konnten auf relativ kleinem Raum große Materialmengen gelagert werden.“ Heinz Hackländer tüftelte weiter an solch innovativen Ideen und Lösungen für seine Kunden und machte den Betrieb zu einem der führenden Hersteller von Förder-Elementen und -Anlagen – gemeinsam mit Sohn Michael, der nach seinem BWL-Studium eingestiegen war, und seinen beiden jüngeren Brüdern.

Das Management der ALFOTEC GmbH (v. l.): Markus und Lukas Hackländer,  Ute Höfer und Michael Hackländer (Foto: Beck).

Das Management der ALFOTEC GmbH (v. l.): Markus und Lukas Hackländer,
Ute Höfer und Michael Hackländer (Foto: Beck).

Mit dieser Erfahrung und dem Know-how gründete Michael Hackländer dann im Jahr 2000 die ALFOTEC GmbH. Die Suche nach einem passenden Firmennamen endete in dem Slogan „Alles für die Fördertechnik“ – aus den Anfangsbuchstaben setzt sich „ALFOTEC“ zusammen. Der Firmenname ist bis heute geblieben, nicht aber der Slogan. „Heute produzieren wir ‚Fördertechnik nach Maß‘“, sagt Michael Hackländer und sein Sohn Lukas, Vertriebsleiter und Prokurist, ergänzt: „Für uns ist wichtig, wofür der Kunde die Fördertechnik konkret benötigt.“ Kurz: Das Unternehmen fertigt für jeden Kunden komplette Förder-Anlagen nach den jeweils individuellen Anforderungen, wenn gewünscht. Im Hinterkopf dabei: den innerbetrieblichen Transport von Material oder Produkten beim Kunden so effizient wie möglich zu gestalten. „Oft beschreiten wir mit dem Kunden zusammen neue Wege und entwickeln qualitativ hochwertige Lösungen, die es bisher auf dem Markt nicht gab“, so Lukas Hackländer. „Daneben haben wir aber auch noch jede Rolle und Rollenbahn im Angebot. Ein Spektrum vom einzelnen Förder-Element bis zur kompletten Anlage, das kann nicht jeder anbieten“, betont er.

Kunden findet ALFOTEC vor allem im deutschsprachigen Raum. Die belieferten Branchen umfassen namhafte Reifenproduzenten genauso wie Automobilhersteller, Maschinenbauer, Industriebetriebe oder Discounter-Verteilungszentren. Um nur einige Namen zu nennen: Bridgestone, BMW, LIDL, Siemens und VELUX verlassen sich auf Fördertechnik aus Wermelskirchen. Zwei Partnerbetriebe in Schlitz bei Fulda und Bretnig bei Dresden, ein Werk in Stettin/Polen sowie das 30-köpfige Vertriebs- und Verwaltungsteam sind für die Auftrags-abwicklung und Produktion zuständig.

Um die Kunden in den Entwicklungs- und Produktionsprozess der Anlagen stärker einbeziehen zu können, hat -ALFOTEC schon vor einigen Jahren von der 2D-Zeichnung auf digitale 3D-Modelle umgestellt. Im digitalen Bereich ist das Unternehmen seit seiner Gründung Vorreiter. „Wir hatten schon im ersten Jahr eine suchmaschinenoptimierte Homepage“, sagt Michael Hackländer. „Das konnten damals sogar große Unternehmen noch nicht vorweisen.“ Der Mann, der für diese „Pionierleistung“ gesorgt hat, ist der ältere Sohn des Geschäftsführers, Markus Hackländer. Bereits als 17-Jähriger sei er in dieser Hinsicht visionär gewesen. „Er hat damit ganz entscheidend dazu beigetragen, dass ALFOTEC in den ersten Jahren gleich so erfolgreich war“, betont Michael Hackländer und ist überzeugt: „Der Erfahrungsschatz der Älteren in Kombination mit neuen Impulsen der Jüngeren hat dem Unternehmen bis heute sehr gutgetan. Daran werden wir auch zukünftig festhalten.“ Wie übrigens auch am Standort Wermels-kirchen: „Wir fühlen uns sehr wohl hier, die Anbindung sowohl ans Verkehrsnetz als auch ans Internet ist optimal“, sagt der Geschäftsführer.

Macher

Michael Hackländer (62) lernte schon früh den Produktionsbetrieb des Vaters kennen. Bereits als Kind war er ständig vor Ort und verrichtete „kleinere Arbeiten“. Nach jahrelanger Mitarbeit im Betrieb gründete er im Jahr 2000 die ALFOTEC GmbH. Seine langjährige Mitarbeiterin Ute Höfer begleitete ihn in die Selbstständigkeit und ist bis heute im Management tätig. Was den Vater Michael Hackländer sehr freut: Seit einigen Jahren stehen ihm auch seine beiden Söhne zur Seite. Lukas Hackländer (27) als Vertriebsleiter und Prokurist und Markus Hackländer (32) kümmert sich um Marketing und IT. Noch in diesem Jahr wird Vater Michael die Geschäftsleitung an seinen Sohn Lukas als weiteren Geschäftsführer übergeben. „Ich möchte die Firmenübergabe frühzeitig einleiten“, sagt er. „Viele Mittelständler übergeben viel zu spät. Ich finde, die nächste Generation muss Zeit haben, sich entfalten zu können.“

ALFOTEC GmbH 
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Tel.: +49 2196 887669-0
Fax: +49 2196 887669-29
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